/ 05.06.2013
Harald Kleinschmidt
Geschichte der internationalen Beziehungen. Ein systemgeschichtlicher Abriß
Stuttgart: Philipp Reclam jun. 1998 (Universal-Bibliothek 17013); 495 S.; 21,- DM; ISBN 3-15-017013-3Mit diesem, in erster Linie historisch orientierten Buch untersucht der Autor ein sehr weit gefaßtes Themenfeld. Er fragt danach, seit wann man von so grundlegenden Kategorien wie den internationalen Beziehungen, der Existenz von Staaten und eines internationalen Systems sprechen kann. Das wichtigste Forschungsinteresse ist allerdings die Untersuchung des Systemwandels auf internationaler Ebene. Seit dem Ende des Ost-West-Konflikts ist diese Frage sogar wieder von aktueller Bedeutung. Kleinschmidt untersucht jedoch in erster Linie den Systemwandel über die Jahrhunderte seit der Transformation des Römischen Reichs und der Entstehung Europas bis hin zum Jahr 1989. Dabei versteht er den Begriff des internationalen Systems als "Kategorie der Perzeption" (11), weil es seiner Auffassung nach zuvörderst im Denken der jeweiligen Mitspieler existiert. Systemische Wandlungen werden vor diesem Hintergrund als "tiefgreifende Wandlungen der Systemstrukturen und Systemwandlungen als grundlegende Wandlungen der Kategorien der Systemwahrnehmung" (396) interpretiert.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.1
Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Harald Kleinschmidt: Geschichte der internationalen Beziehungen. Stuttgart: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/7432-geschichte-der-internationalen-beziehungen_9894, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 9894
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M. A., Politikwissenschaftler.
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