/ 04.06.2013
Malte Hossenfelder
Epikur
München: C. H. Beck 1998 (Beck'sche Reihe: Denker 520); 176 S.; 2., akt. Aufl.; 24,- DM; ISBN 3-406-43620-XSchwerpunkt der Einführung in das Denken Epikurs ist dessen Moralphilosophie: die erste systematische Begründung einer hedonistischen Ethik. Entgegen vielen "populären" Mißdeutungen definierte Epikur das Lustprinzip keineswegs als Maximierung von Sinnengenuß, sondern negativ: als Freiheit von Unlust, d. h. von körperlichen Schmerzen und seelischen Sorgen. Als "einer der Begründer des abendländischen Individualismus" geht es ihm nicht um Herrschaft über die Natur, sondern um die "Beherrschung des eigenen Sinnenlebens" (2). Die Darstellung berücksichtigt die geistesgeschichtliche Gesamtsituation und entwickelt den Lustbegriff ausgehend von der Konfrontation mit der hellenistischen Glücksvorstellung über eine abgeleitete Tugendlehre bis hin zu den Ansätzen einer Rechts- und Staatsphilosophie. Diese Auflage enthält keine inhaltlichen Änderungen, jedoch eine aktualisierte Bibliographie.
Andreas Eis (AE)
Jun.-Prof. Dr., Didaktik des politischen Unterrichts und der politischen Bildung, Institut für Sozialwissenschaften Oldenburg, Fakultät I.
Rubrizierung: 5.31
Empfohlene Zitierweise: Andreas Eis, Rezension zu: Malte Hossenfelder: Epikur München: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6316-epikur_8578, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 8578
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Jun.-Prof. Dr., Didaktik des politischen Unterrichts und der politischen Bildung, Institut für Sozialwissenschaften Oldenburg, Fakultät I.
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