/ 18.06.2013
Lothar Kettenacker (Hrsg.)
Ein Volk von Opfern? Die neue Debatte um den Bombenkrieg 1940-45
Berlin: Rowohlt 2003; 192 S.; brosch., 14,90 €; ISBN 3-87134-482-6Jede Beschäftigung mit dem „Höllenfeuer des Bombenkriegs" (10) stehe im Generalverdacht, die Schuld der Deutschen am Zweiten Weltkrieg relativeren zu wollen, schreibt der Herausgeber. In der deutschen und britischen Öffentlichkeit werde dennoch über den alliierten Bombenkrieg und das Leiden der deutschen Bevölkerung diskutiert. Auslöser sei, nach dem Erscheinen von Günter Grass' „Krebsgang", das Buch „Der Brand. Deutschland im Bombenkrieg 1940 bis 1945" des Berliner Historikers Friedrich (zur Rezension siehe in diesem Heft, Rubrik 2.312, ####). Mit den Beiträgen dieses Sammelbands wird die Debatte über dieses Buch und über den Bombenkrieg dokumentiert.
Aus dem Inhalt: Der Bombenkrieg: Richard Overy: Die alliierte Bombenstrategie als Ausdruck des „totalen Krieges" (27-47); Lothar Kettenacker: Churchills Dilemma (48-55); Mark Connelly: Die britische Öffentlichkeit, die Presse und der strategische Luftkrieg gegen Deutschland, 1939-1945 (72-92). Ein Volk von Opfern? Die deutsche Debatte: Hans-Ulrich Wehler: Wer Wind sät, wird Sturm ernten (140-144); Hans Mommsen: Moralisch, strategisch, zerstörerisch (145-151); Peter Schneider: Deutsche als Opfer? Über ein Tabu der Nachkriegsgeneration (158-168). Britische Reaktionen: The Times: Briten „bombardierten gezielt die Zivilbevölkerung" (177-179); Richard Overy: Barbarisch, aber sinnvoll (183-187).
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.35 | 2.312 | 2.61
Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Lothar Kettenacker (Hrsg.): Ein Volk von Opfern? Berlin: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19240-ein-volk-von-opfern_22347, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 22347
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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