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/ 06.06.2013
Peter Koller (Hrsg.)

Die globale Frage. Empirische Befunde und ethische Herausforderungen

Wien: Passagen Verlag 2006 (Reihe Sozialethik der Österreichischen Forschungsgemeinschaft 8); 423 S.; brosch., 52,- €; ISBN 978-3-85165-635-0
In der aktuellen Debatte wird die Globalisierung mehr und mehr als Vorgang mit einer Vielzahl von problematischen Folgen wahrgenommen. Der bisher weitgehend ungesteuerte Prozess zunehmender Verdichtung und Verflechtung sozialer Beziehungen und ökonomischer Abhängigkeiten verschärft Ungleichheiten zwischen Regionen und Völkern, führt zu steigenden Migrationsströmen, wirkt eskalierend bei Konflikten kultureller, aber auch militärischer Art und untergräbt die Handlungsfähigkeit der Nationalstaaten. Vor diesem Hintergrund stellt sich – in Analogie zur klassischen sozialen Frage – heute die globale Frage. Die Autoren des Sammelbandes – Vertreter der Philosophie, Sozial-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften – diskutieren sie in erster Linie im Hinblick auf die Möglichkeiten einer globalen Ethik. Die Beiträge zeigen anhand von unterschiedlichen Gegenständen, dass die Etablierung einer globalen Ethik allerdings voraussetzt, die Normen einer personalen Moral auf plausible Weise mit den Normen einer institutionellen Moral verknüpfen zu können. Der Band enthält die Ergebnisse eines internationalen Symposiums, das von der Arbeitsgemeinschaft „Sozialethik“ der Österreichischen Forschungsgemeinschaft 2003 in Wien veranstaltet wurde.
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 4.12.634.434.412.2 Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Peter Koller (Hrsg.): Die globale Frage. Wien: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8892-die-globale-frage_24232, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 24232 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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