/ 05.06.2013
Eduard Bernstein
Die deutsche Revolution von 1918/19. Geschichte der Entstehung und ersten Arbeitsperiode der deutschen Republik. Hrsg. und eingeleitet von Heinrich August Winkler und annotiert von Teresa Löwe
Bonn: Verlag J. H. W. Dietz Nachfolger 1998; 352 S.; hardc., 32,- DM; ISBN 3-8012-0272-0Der Band macht eine fast verschollene, weithin unbekannte Schrift Bernsteins in einer schön gestalteten und preiswerten Ausgabe wieder zugänglich. Bernstein ist nicht nur der revisionistische Theoretiker, sondern auch ein aktiv wirkender Politiker und Publizist in Kaiserreich und Weimarer Republik. An den Debatten der Revolutionszeit war er direkt beteiligt, vor allem über die Diskussion der Kriegsschuldfrage. So sind seine erstmals 1921 erschienenen Ausführungen über die Revolution eine bedeutsame und lebendige Quelle, aber auch zugleich eine interessante und kritische (vor allem gegen den Spartakusaufstand) Auseinandersetzung mit den Vorgängen. Bernsteins Darstellung beginnt mit dem Vorfeld der Revolution und endet mit der Wahl zur Nationalversammlung. Der einleitende Essay des Herausgebers Winkler geht darüber hinaus und behandelt "Eduard Bernstein und die Weimarer Republik" (7-24), also auch die Zeit bis zu Bernsteins Tod 1932. Die ausführlichen Anmerkungen zum Text (270-326) von Löwe sind durchweg neu und korrigieren zahlreiche Ungenauigkeiten Bernsteins. Ein Personenregister rundet den Band ab.
Michael Dreyer (MD)
Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 2.311
Empfohlene Zitierweise: Michael Dreyer, Rezension zu: Eduard Bernstein: Die deutsche Revolution von 1918/19. Bonn: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6464-die-deutsche-revolution-von-191819_8775, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 8775
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Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
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