/ 20.06.2013
Hellmut Butterweck
Der Nürnberger Prozess. Eine Entmystifizierung
Wien: Czernin Verlag 2005; 448 S.; pb., 27,- €; ISBN 3-7076-0058-02005, dem Jahr, in dem an das Ende des Nationalsozialismus erinnert wurde, fand auch der Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher seinen publizistischen Widerhall. Der Journalist Butterweck unternimmt den Versuch einer neuen Darstellung des Prozesses, verbunden mit dem Anspruch, diesen zu entmystifizieren. Den Mittelteil der Publikation bildet, chronologisch aufgebaut, die Darstellung des Prozesses. Der Autor präsentiert hier gegenüber der bestehenden Literatur nichts Neues, zumal er, wie im Vorwort bemerkt, auf eigene Forschungsarbeit ausdrücklich verzichtet hat und keine neuen Forschungsergebnisse liefern werde. Aufschlussreich sind die Teile der Arbeit, in denen Butterweck einen gründlichen Überblick über die Auseinandersetzungen zwischen den Alliierten über die Frage gibt, wie die Kriegsverbrecher nach dem Kriege behandelt werden sollten. Eine Entmystifizierung des Prozesses legt Butterweck nicht vor, jedoch eine umfassende und detailreiche Darstellung seines Ablaufs sowie der vorangegangenen Diskussion um seine Einsetzung.
Volker Dreier (VDR)
Priv.-Doz. Dr., wiss. Angestellter, Forschungsinstitut für Soziologie, Universität zu Köln.
Rubrizierung: 4.1 | 2.312
Empfohlene Zitierweise: Volker Dreier, Rezension zu: Hellmut Butterweck: Der Nürnberger Prozess. Wien: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23680-der-nuernberger-prozess_27202, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 27202
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Priv.-Doz. Dr., wiss. Angestellter, Forschungsinstitut für Soziologie, Universität zu Köln.
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