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/ 05.06.2013
Frank Hartmann

Cyber.Philosophy. Medientheoretische Auslotungen

Wien: Passagen Verlag 1999 (Passagen Philosophie); 174 S.; 2., unveränd. Neuaufl.; brosch., 36,- DM; ISBN 3-85165-228-2
Der in Wien Geschichte und Publizistik lehrende Autor entwickelt in sieben Beiträgen eine "Datenutopie". Als Ausgangspunkt der Abhandlung identifiziert er eine historische Parallele zwischen dem Buch als klassischem Projekt an der Grenze zur Moderne und der telekommunikativen Vernetzung als Projekt der Postmoderne. Während die erste Epoche gekennzeichnet war von Aufklärung und Kritik, setzt die aktuelle "Computerkultur" den technischen und sozialen Fortschritt weitgehend unreflektiert gleich. Eine mögliche Reaktion auf diese Entwicklung besteht für den Autor darin, dass nach der Vernunftkritik des achtzehnten und der Sprachkritik im ausgehenden neunzehnten Jahrhundert nun eine "Datenkritik" entstehen könnte. In deren Mittelpunkt stände die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Grenzen der Informationsgesellschaft sowie deren gesellschaftlicher Bedeutung.
Christoph Emminghaus (cem)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 5.422.22 Empfohlene Zitierweise: Christoph Emminghaus, Rezension zu: Frank Hartmann: Cyber.Philosophy. Wien: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8594-cyberphilosophy_11321, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 11321 Rezension drucken
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