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/ 04.06.2013
Wolfgang Kullmann

Aristoteles und die moderne Wissenschaft

Stuttgart: Franz Steiner Verlag 1998 (Philosophie der Antike 5); 532 S.; Ln., 188,- DM; ISBN 3-515-06620-9
Die breit angelegte Studie spürt den Verbindungslinien zwischen der aristotelischen Philosophie und der modernen Wissenschaft nach. Die von Aristoteles eingeführte Unterscheidung zwischen praktischem und theoretischem Wissen dient dem Autor als Ausgangspunkt seiner Überlegungen; seine Leitidee besteht jedoch darin, den wechselseitigen Bezug der beiden Disziplinen in dem Werk von Aristoteles aufzuzeigen und für das heutige Wissenschaftsverständnis fruchtbar zu machen. Damit bezieht Kullmann auch in dem bis heute andauernden Streit um die sogenannten zwei Kulturen der Wissenschaft (Natur- und Geisteswissenschaft als eigenständige Paradigmen eines Wissenschaftsverständnisses) eine eindeutige Position: "Es kann keine Rede davon sein, daß Natur- und Geisteswissenschaft voneinander getrennt werden können, und die Besinnung auf Aristoteles kann nicht zuletzt dazu beitragen, dieser Illusion auch hinsichtlich unserer gegenwärtigen kulturellen Situation entegegenzuwirken." (11) Inhaltsübersicht: I. Die Begründung der Wissenschaft durch Aristoteles; II. Methode; III. Kategorien des wissenschaftlichen Denkens; IV. Die Teleologie; V. Das politische Denken; Schlußbemerkung: Theorie und Empirie.
Oliver Lembcke (OL)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 5.31 Empfohlene Zitierweise: Oliver Lembcke, Rezension zu: Wolfgang Kullmann: Aristoteles und die moderne Wissenschaft Stuttgart: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6348-aristoteles-und-die-moderne-wissenschaft_8613, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 8613 Rezension drucken
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