/ 21.06.2013
Michael Aßländer
Adam Smith zur Einführung
Hamburg: Junius 2007 (Zur Einführung 341); 211 S.; brosch., 13,90 €; ISBN 978-3-88506-641-5Die Rolle von Adam Smith für die Wirtschaftswissenschaften lässt sich mit der von Thomas Hobbes für die Politikwissenschaft vergleichen. Beide emanzipieren das ökonomische bzw. politische Denken aus dem Rahmen des ontologischen Naturrechts und begründen es damit erst als eigene Disziplin. Im Bezug auf Smith wird diese Emanzipation oftmals als radikaler Bruch interpretiert. Er gilt als Proponent eines Laissez-faire-Kapitalismus, der keinen moralischen Regeln mehr unterworfen ist. Die Tatsache, dass Smith neben seinem vermeintlichen Hauptwerk, dem auf einem egoistischen Menschenbild aufbauenden „Wohlstand der Nationen“, auch eine „Theorie der moralischen Gefühle“ geschrieben hat, die den Menschen als altruistisches und moralisches Wesen begreift, wird in dieser Lesart dann als „Adam Smith-Paradoxon“ interpretiert. Aßländer zeigt, dass diese Lesart verfehlt ist und Smiths Werk stattdessen als Einheit verstanden werden muss. Nachdem er die beiden Hauptwerke in ihren Grundzügen skizziert hat, fasst er die den beiden Werken gemeinsamen Grundzüge des Denkens von Smith noch einmal zusammen. Nach Aßländer „betrachtete Smith die praktische Philosophie im Sinne der aristotelischen Trias bestehend aus Politik, Ethik und Ökonomie“ (7f.).
Florian Weber (FW)
M. A., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 5.33
Empfohlene Zitierweise: Florian Weber, Rezension zu: Michael Aßländer: Adam Smith zur Einführung Hamburg: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/28392-adam-smith-zur-einfuehrung_33445, veröffentlicht am 03.04.2008.
Buch-Nr.: 33445
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M. A., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
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