/ 20.06.2013
Victoria Strachwitz
Der Falklandkrieg als Medienevent. Streitkräfte, Politik und Medien im Wechselspiel. Mit einem Geleit von Manfred Buchwald
Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag 2005 (Kommunikationswissenschaft); XVIII, 163 S.; brosch., 29,90 €; ISBN 3-8244-4600-6Magisterarbeit FU Berlin; Gutachter: M. Buchwald. - Strachwitz beschreibt das Zusammenwirken der britischen Regierung, des Militärs und der Medien während des Falklandkrieges 1982. Das Thema „Falklandkrieg“ beherrschte monatelang die Berichterstattung in den britischen Medien, zudem gilt der Konflikt im Vereinigten Königreich als erster Fall des so genannten „embedded journalism“. Deshalb wird der Krieg von vielen Beobachtern als Medienevent bezeichnet – eine Einschätzung, die die Autorin ohne weitere Begründung oder Erläuterung als Tatsache betrachtet. Im Einführungskapitel stellt Strachwitz die Ereignisse im Vorfeld des Krieges dar. Im Abschlusskapitel erörtert sie dann, welche Konsequenzen aus den Problemen in der Zusammenarbeit von Militär, Regierung und Medien gezogen worden sind. Daraus zieht sie Schlussfolgerungen im Hinblick auf aktuellere Ereignisse – wie u. a. den Irak-Krieg. Die vornehmlich deskriptive Arbeit basiert in erster Linie auf fünf Interviews der Autorin mit Medienvertretern und anderen Akteuren, die an den damaligen Ereignissen beteiligt waren. Weiterhin erfolgte eine kursorische Auswertung vereinzelter Printmedienartikel; die Literaturliste umfasst gerade einmal 29 Titel.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 4.41 | 2.61 | 2.65 | 4.22 | 2.22
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Victoria Strachwitz: Der Falklandkrieg als Medienevent. Wiesbaden: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23844-der-falklandkrieg-als-medienevent_27406, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 27406
Rezension drucken
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
CC-BY-NC-SA