Was passiert, wenn eine rigide Lesart des Christentums politisch mit den Grundwerten liberaler Demokratie bricht? Jonathan Rauch blickt auf diesbezügliche Entwicklungen in den USA, in denen sich ein weißer Evangelikalismus zunehmend mit der Republikanischen Partei verband, während sich liberalere christliche Strömungen zunehmend aus der Politik ins Private zurückzogen. Gert Pickel lobt die Analyse als gut lesbare Idee, um aus europäischer Perspektive auch über die Beschäftigung mit Säkularisierung, Polarisierung und MAGA hinaus über die politische Bedeutung von Religion nachzudenken.