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/ 11.06.2013
Karl Heinz Jahnke

Zu Hause in der DDR. Biographische Notizen

Bonn: Pahl-Rugenstein 1999; 208 S.; hardc., 26,- DM; ISBN 3-89144-266-1
Den Lebensläufen von zehn DDR-Bürgern, die in diesem Buch beschrieben werden, ist eins gemeinsam: 40 Jahre lang war alles in Ordnung, bis zum "Anschluß der DDR an die Bundesrepublik" (11). Sie alle traten bewußt für ihr Land ein, vom Lehrer bis zum letzten Chef der Volksmarine der DDR, und sahen 1989 ihren Lebenstraum von einer sozialistischen Alternative zerbrechen. Das Buch erzählt nicht nur ihren DDR-Werdegang, sondern auch wie sie mit der Wende und der Folgezeit zurechtgekommen sind. Einen "unvoreingenommenen Blick auf 40 Jahre DDR" (Buchrückseite) stellt man sich dann aber doch anders vor. Erst wird man seitenlang mit unbedeutenden Details gelangweilt, und dann bricht das Wehklagen aus. Wirklich schade, denn eigentlich hat der Autor ein berechtigtes und wichtiges Anliegen: vor allem den Westdeutschen soll das alltägliche Leben in der DDR nahegebracht werden. Diesem Anliegen wird er jedenfalls nicht gerecht, sondern erweist ihm einen Bärendienst. Die angepeilte Zielgruppe wird das Buch spätestens nach dem Vorwort weglegen. Aber glücklicherweise gibt es zu diesem Thema ja auch gute Bücher.
Andreas Hallermann (AH)
Dr., Politikwissenschaftler, Referent im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, Erfurt.
Rubrizierung: 2.313 Empfohlene Zitierweise: Andreas Hallermann, Rezension zu: Karl Heinz Jahnke: Zu Hause in der DDR. Bonn: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/11387-zu-hause-in-der-ddr_13501, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 13501 Rezension drucken
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