/ 03.06.2013
Gerold Ambrosius
Wirtschaftsraum Europa. Vom Ende der Nationalökonomien
Frankfurt a. M.: Fischer Taschenbuch Verlag 1996 (Europäische Geschichte); 222 S.; 18,90 DM; ISBN 3-596-60148-7Der Konstanzer Wirtschaftshistoriker zeichnet den Weg der wirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Integration Europas von der Zwischenkriegszeit bis ins Jahr 1993 nach. Dabei wird nicht einfach chronologisch über Beschlüsse, Abkommen und Ereignisse berichtet; vielmehr zeigt Ambrosius neben den Erfolgen auch die Schwierigkeiten des Prozesses, indem er die Wechselbeziehungen und Spannungen zwischen politischer und wirtschaftlicher Integration sowie nationalstaatlichen Interessen transparent macht und auf vom europäischen wirtschaftlichen Integrationsprozeß selbst erzeugte desintegrative Wirkungen verweist. Das Bild von verschiedenen Entwicklungsphasen, von Konvergenzen und Divergenzen mündet im Schlußkapitel, das die Grenzen der Integration skizziert, in das Resümee, daß sich "Westeuropa im ausgehenden 20. Jahrhundert erst am Anfang vom Ende der europäischen Nationalökonomien" (210) befinde.
Michael Henkel (MH)
Priv.-Doz. DR., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 3.1 | 3.5 | 2.262
Empfohlene Zitierweise: Michael Henkel, Rezension zu: Gerold Ambrosius: Wirtschaftsraum Europa. Frankfurt a. M.: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/1934-wirtschaftsraum-europa_2312, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 2312
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Priv.-Doz. DR., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
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