/ 03.06.2013
Andreas Malycha
Partei von Stalins Gnaden? Die Entwicklung der SED zur Partei neuen Typs in den Jahren 1946 bis 1950
Berlin: Dietz Verlag 1996; 350 S.; 38,- DM; ISBN 3-320-01919-8Malycha verfolgt in seiner Untersuchung, die durch zahlreiche im Anhang abgedruckte Dokumente gestützt wird, einen organisationshistorischen Ansatz: Er zeigt, wie nach der Gründungsphase der SED die Partei in eine stalinistisch ausgerichtete Organisation transformiert und so "die Installierung einer Diktatur möglich" (10) wurde. Der Autor macht deutlich, daß die SED bezogen auf ihre Struktur und ihre politischen Absichten keineswegs grundsätzlich von Moskau gesteuert wurde, sondern durchaus einen eigenständigen Weg verfolgte. Im ersten Teil seiner Darstellung konzentriert sich der Autor auf die Parteientwicklung; im zweiten Teil nennt er Beispiele von Parteisäuberungen und Parteiaustritten, die den Entwicklungsprozeß der SED ständig begleitet haben.
Axel Gablik (AG)
Dr., Historiker.
Rubrizierung: 2.331 | 2.313
Empfohlene Zitierweise: Axel Gablik, Rezension zu: Andreas Malycha: Partei von Stalins Gnaden? Berlin: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/1669-partei-von-stalins-gnaden_1908, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 1908
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Dr., Historiker.
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