/ 20.06.2013
Stephan Märkt
Ordnung in einer arbeitsteiligen Wirtschaft. Reichweite und Grenzen von akteurszentrierten Ordnungstheorien
Marburg: Metropolis-Verlag 2004 (Hochschulschriften 88); 258 S.; 36,80 €; ISBN 3-89518-474-8Diss. Erfurt; Gutachter: H. G. Nutzinger, W. Schluchter. - Das Problem der sozialen Ordnung - in der klassischen Fassung von Hobbes die Frage, wie sich unter egoistischen Individuen übergreifende gesellschaftliche Ordnungsmuster herausbilden können - stellt auch für die moderne Sozialtheorie eine Herausforderung dar, für die unterschiedliche (individualistische, kollektivistische, systemtheoretische) Antworten entwickelt worden sind. Der Autor setzt sich - nach einem kurzen dogmengeschichtlichen Überblick - mit handlungstheoretischen Ansätzen auseinander, die einerseits im Umkreis der neueren Ökonomik, andererseits im Anschluss an Max Weber formuliert worden sind. Im Mittelpunkt stehen dabei zunächst die Rational Choice-Theorie sowie die Spieltheorie und anschließend solche Modelle, die ausdrücklich die institutionelle Dimension zur Handlungserklärung heranziehen wie die Konstitutionenökonomik (Buchanan) und die Institutionentheorie von North. Vor diesem Hintergrund dient abschließend Webers Ordnungstheorie als Folie, vor der der Autor einen eigenen Vorschlag umreißt.
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 5.45 | 2.22
Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Stephan Märkt: Ordnung in einer arbeitsteiligen Wirtschaft. Marburg: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22688-ordnung-in-einer-arbeitsteiligen-wirtschaft_25891, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 25891
Rezension drucken
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
CC-BY-NC-SA