/ 03.06.2013
Thomas Zittel
Marktwirtschaftliche Instrumente in der Umweltpolitik. Zur Auswahl politischer Lösungsstrategien in der Bundesrepublik
Opladen: Leske + Budrich 1996; 226 S.; 48,- DM; ISBN 3-8100-1678-0In der politikwissenschaftlichen Umweltliteratur besteht weitgehend Einvernehmen darüber, daß die Umweltpolitik in der Bundesrepublik nicht alle instrumentellen Optionen ausschöpft, die sich ihr theoretisch bieten. Die Arbeit legt sich die Frage vor, warum der praktische Umweltschutz an ordnungsrechtlichen Konzepten und Maßnahmen nach wie vor festhält, obwohl diese in ihrer Problemlösungskapazität marktwirtschaftlichen Instrumenten in der Regel unterlegen sind. Anhand von theoretischen Überlegungen zum politischen Entscheidungsprozeß beschreibt der Autor die Bedeutung von Thematisierungs- bzw. Agenda-Setting-Prozessen als Voraussetzung für die Durchsetzung politischer Lösungsstrategien. Die verstärkte Befassung mit marktwirtschaftlichen Instrumenten ab 1983 wird als Produkt einer spezifischen Handlungskonstellation bewertet, in der drei für die Umweltpolitik vorteilhafte Entwicklungen zusammenmünden: der gestiegene Aufmerksamkeitswert der wissenschaftlichen Umweltökonomie, die Nachfrage der politischen Parteien, und hier vor allem der regierenden CDU, nach alternativen Lösungskonzepten und der wachsende ökologische Problemdruck (Waldsterben, Treibhauseffekt).
Frank Decker (FD)
Prof. Dr., Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie, Universität Bonn.
Rubrizierung: 2.341 | 2.331 | 2.313
Empfohlene Zitierweise: Frank Decker, Rezension zu: Thomas Zittel: Marktwirtschaftliche Instrumente in der Umweltpolitik. Opladen: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/2311-marktwirtschaftliche-instrumente-in-der-umweltpolitik_2833, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 2833
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Prof. Dr., Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie, Universität Bonn.
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