/ 03.06.2013
Franziska Tenner
Ehre, Blut und Mutterschaft. Mit einem Vorwort von Wolfgang Wippermann
Berlin: Aufbau Taschenbuch Verlag 1996; 280 S.; 16,90 DM; ISBN 3-7466-7015-2Die Journalistin Tenner verschaffte sich als "Sympathisantin" getarnt Zugang zur rechtsextremen Szene und erhielt so die Gelegenheit, insbesondere zu weiblichen Mitgliedern Kontakte herzustellen. Das Buch beinhaltet Interviews, die die Autorin mit vier aus beiden Teilen Deutschlands stammenden Rechtsextremistinnen unterschiedlichen Alters führte und die in Form authentischer Monologe präsentiert werden. Diese wechseln sich mit Reflexionen der Autorin über ihre eigene Rolle als Journalistin und scheinbare "Sympathisantin" ab, die sich im Zwiespalt zwischen äußerer Anpassung und innerer Haltung befindet. Aufgezeigt wird in dem Buch, daß es sich bei den weiblichen Anhängern der rechtsextremen Kreise keineswegs um "verführte Opfer" handelt, sondern vielmehr um selbstbewußte, eigenverantwortliche Akteurinnen.
Julia Schmidt-Häuer (JSH)
Dr., Referentin im wissenschaftlichen Dienst der SPD-Bürgerschaftsfraktion in Bremen.
Rubrizierung: 2.37 | 2.36
Empfohlene Zitierweise: Julia Schmidt-Häuer, Rezension zu: Franziska Tenner: Ehre, Blut und Mutterschaft. Berlin: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/1446-ehre-blut-und-mutterschaft_1634, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 1634
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Dr., Referentin im wissenschaftlichen Dienst der SPD-Bürgerschaftsfraktion in Bremen.
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