/ 17.06.2013
Nicolas Passadelis
Das Prinzip der Volkssouveränität als Legitimitätsdeterminante der Europäischen Gemeinschaft
Basel/Genf/München: Helbing & Lichtenhahn 2001 (Schriftenreihe für Internationales Recht 91); LXIV, 426 S.; brosch., 56,- €; ISBN 3-7190-2009-6Rechtswiss. Diss. Basel; Gutachter: S. Breitenauer, F. Hafner. - Regelmäßige Umfragen der Europäischen Kommission im Rahmen des so genannten "Euro-Barometers" offenbaren eine nach wie vor kritische Haltung der Unionsbürger zur europäischen Integration, sodass die Akzeptanz der EU auch nach Inkrafttreten des Vertrages von Amsterdam noch immer defizitär ist. Diese Integrationsskepsis wird häufig mit einem mutmaßlichen Legitimätsdefizit der Europäischen Gemeinschaft in Verbindung gebracht. Diesen Zusammenhang untersucht Passadelis, der im Rahmen einer rechtsphilosophischen Grundlegung den Begriff der "multifaktoriellen Legitimität" prägt. Dem Volkssouveränitätsprinzip kommt die Stellung eines Leitgedankens zu, woraus sich die Kriterien der Legitimität ableiten und auf den sie in ihrer Funktion bezogen sind. Der Autor wendet anschließend die im Lichte des Volkssouveränitätsprinzips entwickelten Legitimitätskriterien auf die Gemeinschaft an. Passadelis versteht seine Arbeit als neutrale Darstellung der Legitimität der EG und will somit einen Beitrag zu einer sachlich geführten Integrationsdebatte leisten.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 3.2
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Nicolas Passadelis: Das Prinzip der Volkssouveränität als Legitimitätsdeterminante der Europäischen Gemeinschaft Basel/Genf/München: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/16338-das-prinzip-der-volkssouveraenitaet-als-legitimitaetsdeterminante-der-europaeischen-gemeinschaft_18761, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 18761
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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