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/ 03.06.2013
Heike Solga

Auf dem Weg in eine klassenlose Gesellschaft? Klassenlagen und Mobilität zwischen Generationen in der DDR

Berlin: Akademie Verlag 1995; 265 S.; brosch., 64,- DM; ISBN 3-05-002811-4
Soziologische Diss. Berlin; Betreuer K. U. Mayer. - Im Mittelpunkt der im Rahmen des von Johannes Huinink und Karl Ulrich Mayer geleiteten Projekts "Lebensverläufe und historischer Wandel in der ehemaligen DDR" am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin, entstandenden Untersuchung steht die Frage nach dem Realitätsgehalt des Selbstbildes der DDR als "klassenlose Gesellschaft". Auf der Basis eines an Konrad und Szelenyi, Wright und Roemer anknüpfenden klassentheoretischen Ansatzes kommt Solga mittels empirischer Mobilitätsanalysen zum Ergebnis, daß "[d]er Übergang zum Staatssozialismus [...] - entgegen dem in der Verfassung deklarierten Aufbau einer von Ausbeutung und antagonistischen Klassenwidersprüchen befreiten Gesellschaft - gerade auf der Etablierung einer neuen, nun staatssozialistischen Klassenstruktur [fußte]" (215).
Julia Schmidt-Häuer (JSH)
Dr., Referentin im wissenschaftlichen Dienst der SPD-Bürgerschaftsfraktion in Bremen.
Rubrizierung: 2.3132.37 Empfohlene Zitierweise: Julia Schmidt-Häuer, Rezension zu: Heike Solga: Auf dem Weg in eine klassenlose Gesellschaft? Berlin: 1995, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/856-auf-dem-weg-in-eine-klassenlose-gesellschaft_742, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 742 Rezension drucken
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