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/ 20.06.2013
Vasilios N. Makrides (Hrsg.)

Religion, Staat und Konfliktkonstellationen im orthodoxen Ost- und Südosteuropa. Vergleichende Perspektiven

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2005 (Erfurter Studien zur Kulturgeschichte des orthodoxen Christentums 1); 180 S.; 39,- €; ISBN 3-631-51321-6
Neben innerkirchlichen Auseinandersetzungen und Kontroversen mit anderen Glaubensrichtungen, insbesondere der katholischen Kirche, hätten die orthodoxen Christen in Russland, Rumänien, Serbien, Bulgarien und Griechenland auch Konflikte mit dem Staat auszutragen, schreiben die Aufsatzautoren. Vor allem in den ehemals sozialistischen Ländern hätten diese Streitigkeiten nach dem Fall des eisernen Vorhangs an Virulenz gewonnen. Aber auch in Griechenland würde es immer wieder zu religiös motivierten Auseinandersetzungen kommen. Die Autoren informieren in Länderberichten über die aktuellen Konfliktstrukturen, beleuchten die jeweiligen historischen Hintergründe der Streitigkeiten und benennen die wichtigsten Akteure. Dabei lassen sich, so der Herausgeber, trotz aller länderspezifischen Unterschiede auch Gemeinsamkeiten feststellen: Die orthodoxen Kirchen seien vielfach besonders national eingestellt und würden stärker als andere Glaubensgemeinschaften Einfluss auf die gesellschaftliche Entwicklung nehmen. Typisch seien auch die Monismus-Debatte sowie das oft spannungsgeladene Verhältnis zum lateinischen Christentum.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.232.612.622.25 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Vasilios N. Makrides (Hrsg.): Religion, Staat und Konfliktkonstellationen im orthodoxen Ost- und Südosteuropa. Frankfurt a. M. u. a.: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24031-religion-staat-und-konfliktkonstellationen-im-orthodoxen-ost--und-suedosteuropa_27653, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 27653 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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