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/ 12.06.2013
Dennis Stremmel

Protektionsmöglichkeiten in der WTO? Geistige Eigentumsrechte im TRIPs-Abkommen und die Forderung nach Sozial- und Umweltstandards

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2007 (Studien zu Internationalen Wirtschaftsbeziehungen 11); 246 S.; brosch., 42,50 €; ISBN 978-3-631-56092-1
Diss. European Business School Oestrich-Winkel; Gutachter: R. Caspers. – Der Autor fragt, inwieweit die Welthandelsorganisation WTO ein Instrument zur Durchsetzung vornehmlich westlicher Interessen ist. Dies untersucht er am Beispiel der geistigen Eigentumsrechte sowie der Umwelt- und Sozialstandards. Bei letzteren wiederum beklagen sich auch westliche Unternehmen, zu niedrige Standards in den Schwellen- und Entwicklungsländern brächten wettbewerbswidrige Kostenvorteile für ihre Konkurrenten mit sich. Stremmel analysiert beide Bereiche aus ordnungspolitischer Sicht und fragt in einem letzten Kapitel politökonomisch nach den Motiven protektionistisch handelnder Akteure, da langfristig gesehen Protektionismus stets mit Wohlfahrtsverlusten aller Beteiligter einhergehe. Aus ökonomischer Perspektive gerechtfertigt sind Stremmel zufolge Harmonisierungsbestrebungen geistiger Eigentumsrechte und Standards zur Bewältigung grenzüberschreitender Umweltprobleme. Andere Umwelt- und Sozialstandards bedürften jedoch nicht der internationalen Harmonisierung. Wo hinter derartigen westlichen Forderungen altruistische statt protektionistische Überlegungen stehen, sollte lieber auf klassische Formen der Entwicklungszusammenarbeit gesetzt werden.
Dirk Burmester (DB)
Dr., Politikwissenschaftler, wiss. Angestellter der Freien und Hansestadt Hamburg.
Rubrizierung: 4.34.43 Empfohlene Zitierweise: Dirk Burmester, Rezension zu: Dennis Stremmel: Protektionsmöglichkeiten in der WTO? Frankfurt a. M. u. a.: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/14389-protektionsmoeglichkeiten-in-der-wto_33566, veröffentlicht am 06.03.2008. Buch-Nr.: 33566 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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