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/ 11.06.2013
Christoph Walser

Industrial Policy in the Process of Transition

Bern/Stuttgart/Wien: Verlag Paul Haupt 1999; 290 S.; kart., 65,- DM; ISBN 3-258-06017-7
Wirtschaftswiss. Diss. St. Gallen; Gutachter: A. Meier. – Walser greift die bisher vernachlässigte Frage nach der geeigneten Industriepolitik während des Übergangs von der Plan- zur Marktwirtschaft auf. Entgegen dem von internationalen Organisationen propagierten "hand-off approach" plädiert der Autor für eine aktive staatliche Industriepolitik. Er stützt sich mit seiner Position auf das sogenannte Paradoxon der Transformation: Der Staat solle aktiv in den Transformationsprozess eingreifen, um negative Folgen des Wandels abzufedern. Ohnehin betreiben die erfolgreichen Transformationsländer längst eine aktive Industriepolitik. Was Walser kritisiert, ist ihr Konzept und die Rolle des Staates. Für die Entwicklung seines Entwurfs der Industriepolitik in den Transformationsstaaten wählt er einen eklektischen Ansatz, indem er sich Erkenntnisse aus der Theorie und Praxis der entwickelten Industrieländer heraussucht. Ihm schwebt ein Staat vor, der sich auf folgende Funktionen beschränken sollte: Er hätte die Aufgabe, Korrektor auf den verzerrten oder fehlenden Märkten zu sein und Institutionen aufzubauen, als Risikokatalysator zu fungieren, in wachstumsfördernde Maßnahmen zu investieren und die Restrukturierung zu fördern. Ferner sollte er den Informationsfluss auf den Märkten unterstützen, die Transformation koordinieren und die öffentliche Verwaltung modernisieren. Walsers Vorstellung von einer optimalen Industriepolitik in den Transformationsländern ist normativ. Der Teufel steckt jedoch in Details und diese umgeht der Autor in seiner Arbeit sehr geschickt. Sie möchte lediglich dienen als: "starting-point for a theoretical debate and the framework developed as a benchmark for design of such policies" (260). Inhaltsübersicht: 1. The Transition to a Market Economy: 1.1 The Economics of Transition; 1.2 The Political Economy of Transition. 2. Industrial Policy and Economic Theory: 2.1 Orthodox Approaches; 2.2 Heterodox Approaches; 2.3 Critical Assessment. 3. Western Industrial Policies: 3.1 The European Union; 3.2 The East Asian NIEs. 4. Early Experiences – The Leading Countries in Transition: 4.1 The Czech Republic; 4.2 Hungary; 4.3 Poland; 4.4 Slovenia. 5. An Industrial Policy for Countries in Transition: 5.1 The Policy Agenda; 5.2 Policy Areas and Instruments; 5.3 Institutional Aspects.
Tetyana Lutsyk (TL)
Lizentiat der Internationalen Wirtschaftsbeziehungen (lic. oec. int.), Doktorandin, wiss. Mitarbeiterin, Institut für Wirtschaftspolitik, Universität Leipzig.
Rubrizierung: 2.22.2622.62 Empfohlene Zitierweise: Tetyana Lutsyk, Rezension zu: Christoph Walser: Industrial Policy in the Process of Transition Bern/Stuttgart/Wien: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10451-industrial-policy-in-the-process-of-transition_12357, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 12357 Rezension drucken
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