/ 20.06.2013
Majid S. Moslem
Frieden im Islam. Die Instrumentalisierung des Islam im irakisch-iranischen Krieg
Berlin: Klaus Schwarz Verlag 2005 (Islamkundliche Untersuchungen 266); XII, 248 S.; 33,- €; ISBN 3-87997-324-5Diss. FU Berlin; Gutachter: F. Büttner. – Moslem analysiert die Bedeutung und Wirkung des Islams in politischen Konflikten anhand des irakisch-iranischen Krieges der Jahre 1980 bis 1988. Zunächst gibt er die christliche, islamische und moderne Diskussion der Begriffe „Frieden“ und „Krieg wieder, stellt dann die Theorie des Dschihads vor und kommt anschließend zu einer knappen empirischen Ausarbeitung seines Themas. Er beschreibt die historischen Hintergründe des ersten Golfkrieges und stellt diejenigen Themen der islamischen Religion und Tradition sowie ihre Anwendungsformen vor, die von beiden Konfliktparteien im Krieg am häufigsten genutzt wurden. Ausführlich paraphrasiert der Autor seine Interviews mit arabischen und iranischen Intellektuellen an. Er beendet seine Ausführungen mit einer Feststellung, die in der ernst zu nehmenden wissenschaftlichen Literatur bereits seit der Zeit des Krieges zu finden ist: Dieser Konflikt habe nichts mit der Religion des Islams zu tun. Leider ist Moslem nicht in der Lage, diese Differenzierung auch im Falle der USA vorzunehmen, die seiner Meinung nach „seit dem 11. September einen Kreuzkrieg“ (197) führten.
Lars Berger (LB)
Dr., Lecturer in Middle Eastern Politics and History, University of Salford.
Rubrizierung: 4.41 | 2.23 | 2.25 | 2.63
Empfohlene Zitierweise: Lars Berger, Rezension zu: Majid S. Moslem: Frieden im Islam. Berlin: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25183-frieden-im-islam_29163, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 29163
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Dr., Lecturer in Middle Eastern Politics and History, University of Salford.
CC-BY-NC-SA