/ 03.06.2013
Wolfgang H. Reinicke
Die Transatlantische Wirtschaftsgemeinschaft. Motor für eine neue Partnerschaft?
Gütersloh: Verlag Bertelsmann Stiftung 1997; 117 S.; 15,- DM; ISBN 3-89204-803-7Der Vorschlag, eine transatlantische Wirtschaftsgemeinschaft zu errichten, entstand nach dem Ende des Ost-West-Konflikts, um der Gefahr eines Auseinanderdriftens von USA und Europa zu begegnen. Der Autor, Mitglied des Forschungsstabes der Brookings Institution in Washington, untersucht diesen neuen Trend in den europäisch-amerikanischen Beziehungen vor dem Hintergrund einer durch Globalisierung und Regionalisierung geprägten Weltwirtschaft. Er hält es für sehr fraglich, ob die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen den gleichen Stellenwert erhalten können wie die Sicherheitsbeziehungen. Beide Beziehungsfelder sind nach völlig unterschiedlichen Regeln und Prinzipien organisiert. Insbesondere hält Reinicke den Vorschlag zur Gründung einer Transatlantischen Freihandelszone für unrealistisch und politisch zu ehrgeizig. Der Schaffung eines Transatlantischen Marktes, bei dem zahlreiche nichttarifäre Handelshemmnisse thematisiert würden, räumt er hingegen größere Chancen ein. Da ein solches Projekt nur langsam und unter großen Mühen umgesetzt werden könnte, wäre es allerdings auf lange Sicht hin angreifbar. Damit es in Gang gebracht werden kann, schlägt der Autor eine Reihe abgestufter Schritte vor.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.22 | 3.6 | 2.262 | 2.64 | 2.61
Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Wolfgang H. Reinicke: Die Transatlantische Wirtschaftsgemeinschaft. Gütersloh: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/2683-die-transatlantische-wirtschaftsgemeinschaft_3523, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 3523
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M. A., Politikwissenschaftler.
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