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/ 18.06.2013

Gerhard Schröder (1910-1989)

Torsten Oppelland

Gerhard Schröder (1910-1989) Politik zwischen Staat, Partei und Konfession

Düsseldorf: Droste Verlag 2002 (Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte 39); 797 S.; geb., 48,- €; ISBN 3-7700-1887-7
Innenminister, Außenminister, Verteidigungsminister: die politische Karriere des Gerhard Schröder in den Regierungsämtern ist auch gleichzeitig Ausdruck seiner Karriere in der eigenen Partei, der CDU. Als Innenminister hatte er beachtliche zwei Legislaturperioden durchgestanden, hatte die John-Affäre ohne politischen Schaden überlebt, zeigte sich als administrativ-kompetenter Chef eines großen Ministeriums, was vor allem seine Stellung in der Kanzlerdemokratie Adenauers stärkte. Dem erfolgreiche...
Torsten Oppelland

Gerhard Schröder (1910-1989) Politik zwischen Staat, Partei und Konfession

Düsseldorf: Droste Verlag 2002 (Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte 39); 797 S.; geb., 48,- €; ISBN 3-7700-1887-7
Innenminister, Außenminister, Verteidigungsminister: die politische Karriere des Gerhard Schröder in den Regierungsämtern ist auch gleichzeitig Ausdruck seiner Karriere in der eigenen Partei, der CDU. Als Innenminister hatte er beachtliche zwei Legislaturperioden durchgestanden, hatte die John-Affäre ohne politischen Schaden überlebt, zeigte sich als administrativ-kompetenter Chef eines großen Ministeriums, was vor allem seine Stellung in der Kanzlerdemokratie Adenauers stärkte. Dem erfolgreiche...
Torsten Oppelland

Gerhard Schröder (1910-1989) Politik zwischen Staat, Partei und Konfession

Düsseldorf: Droste Verlag 2002 (Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte 39); 797 S.; geb., 48,- €; ISBN 3-7700-1887-7
Innenminister, Außenminister, Verteidigungsminister: die politische Karriere des Gerhard Schröder in den Regierungsämtern ist auch gleichzeitig Ausdruck seiner Karriere in der eigenen Partei, der CDU. Als Innenminister hatte er beachtliche zwei Legislaturperioden durchgestanden, hatte die John-Affäre ohne politischen Schaden überlebt, zeigte sich als administrativ-kompetenter Chef eines großen Ministeriums, was vor allem seine Stellung in der Kanzlerdemokratie Adenauers stärkte. Dem erfolgreichen Minister konnten dann seine Misserfolge, zum Beispiel in der Notstandsgesetzgebung, auch nicht sehr viel schaden. Als Außenminister unter einem politisch angeschlagenen Kanzler Adenauer, unter einem außenpolitisch nur wenig versierten Kanzler Erhard wurde Schröder der starke Mann, wenn auch hier die Gegnerschaft, zum Beispiel der "Gaullisten" gegen den Atlantiker Schröder, in der eigenen Partei niemals zur Ruhe kam. Als Nachfolger für Adenauer und schließlich Erhard gehandelt, entschied sich die Parteiführung allerdings 1966 für Kiesinger. Dass er 1969 gegen den sozialdemokratischen Kandidaten Heinemann die Wahl zum Amt des Bundespräsidenten verlor, forcierte seine Wandlung zum "elder statesman". In seiner voluminösen, detailgenauen, quellenfundierten und lesenswerten Biografie beschreibt Oppelland vornehmlich den Außenminister Schröder, der sich von einem in der Öffentlichkeit nur wenig diskutierten nationalen Interesse leiten ließ und die Basis dafür in den transatlantischen Beziehungen zu den USA sah. Inhaltsübersicht: I. Politische Sozialisation in der Weimarer Republik; II. Im "Dritten Reich" - Zwischen Anpassung und Distanzierung; III. Neuanfang im Rheinland; IV. Bei der Neuordnung der Stahlindustrie; V. Abgeordneter im ersten Deutschen Bundestag; VI. Innenminister im Kalten Krieg; VII. Adenauers letzter Außenminister; VIII. Außenminister unter Ludwig Erhard; IX. Der lange Abstieg - Vom "Reservekanzler" zum elder statesman.
Axel Gablik (AG)
Dr., Historiker.
Rubrizierung: 2.3 Empfohlene Zitierweise: Axel Gablik, Rezension zu: Torsten Oppelland: Gerhard Schröder (1910-1989) Düsseldorf: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17086-gerhard-schroeder-1910-1989_19648, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 19648 Rezension drucken
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