/ 11.06.2013
Roland Tichy (Hrsg.)
Deutschland einig Rundfunkland? Eine Dokumentation zur Wiedervereinigung des deutschen Rundfunksystems 1989-1991
München: Verlag Reinhard Fischer 2000; 390 S.; ISBN 3-88927-260-6Die Umgestaltung des ostdeutschen Rundfunksystems durch die übergangsweise konstituierte, Ende 1991 wieder aufgelöste "Einrichtung" unter der Leitung des damals bereits 72-jährigen, inzwischen verstorbenen Rudolf Mühlfenzl sollte innerhalb kürzester Zeit vollzogen werden; zugleich sollte die Programmversorgung weiter gewährleistet sein. Das Buch beleuchtet die Vorgänge der damaligen Zeit aus der Sicht von beteiligten Akteuren; dabei finden sich neben den eigenständigen Beiträgen auch Interviews....
Roland Tichy (Hrsg.)
Deutschland einig Rundfunkland? Eine Dokumentation zur Wiedervereinigung des deutschen Rundfunksystems 1989-1991
München: Verlag Reinhard Fischer 2000; 390 S.; 49,90 DM; ISBN 3-88927-260-6Die Umgestaltung des ostdeutschen Rundfunksystems durch die übergangsweise konstituierte, Ende 1991 wieder aufgelöste "Einrichtung" unter der Leitung des damals bereits 72-jährigen, inzwischen verstorbenen Rudolf Mühlfenzl sollte innerhalb kürzester Zeit vollzogen werden; zugleich sollte die Programmversorgung weiter gewährleistet sein. Das Buch beleuchtet die Vorgänge der damaligen Zeit aus der Sicht von beteiligten Akteuren; dabei finden sich neben den eigenständigen Beiträgen auch Interviews. Außerdem werden im Anhang zahlreiche Schriftstücke und Akten erstmals veröffentlicht.
Inhalt: Sylvia Dietl: Die Rundfunkneuordnung - eine Skizze aus wissenschaftlicher Perspektive (17-29); Roland Tichy: Der Staatsrundfunk der DDR als Machtinstrument der Diktatur oder: Wie der gute Radiomensch unter den "Mühlfenzl" fiel (31-54). I. Medienpolitische Wende und Übergangsphase in der DDR 1989/90: Das Meinungsmonopol der SED zerbricht: Vom Schönfärbe-Journalismus zur Medienfreiheit: Sylvia Dietl: Zäsuren der Wende: Von Honecker über Krenz zu Modrow. Oktober 1989 bis März 1990 (57-62); Lothar de Maizière: Wie die Demokratie über den Rundfunk kam (63-72). Emanzipation, Experimente und Versuche der Restauration: Michael Albrecht: Die programmliche und strukturelle Neuorientierung des DFF zwischen Maueröffnung und Wiedervereinigung (75-97); Christoph Singelnstein: Das Radio in der Wende (99-108). II. Rundfunkpolitische Strukturüberlegungen zum organisatorischen Neuanfang 1990/91: Volker Kähne: Die Rolle der Staats- und Senatskanzleien bei der Wiedervereinigung des deutschen Rundfunkwesens (111-126); Helmuth Neupert: Rundfunkpolitik als Prüfstein der neuen Länderhoheit (127-137); Jürgen Büssow: Zur medienpolitischen Entwicklung in Brandenburg (139-152). III. Wiedervereinigung oder Unterwerfung? - Die Überleitung des zentralistischen Staatsrundfunks der DDR in ein demokratisches, föderales Rundfunksystem vom 3.10.1990 bis zum 31.12.1991: Rudolf Mühlfenzl: Überführung und Abwicklung - eine Bilanz zum Ende der Einrichtung. Rede zur letzten Sitzung des Rundfunkbeirats am 18.12.1991 (155-158); Uwe Grüning: Vom Laien zum Rundfunkrat (158-162). IV. Überführung und Kontinuität: Die Gestaltung eines gesamtdeutschen Rundfunkgefüges: Dieter Stolte: Das ZDF in seiner Verantwortung für die Neuen Länder (165-171); Udo Reiter: Die Gründung des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) (173-186); Rudi Mews: Der Aufbau des Ostdeutschen Rundfunks Brandenburg (ORB) (187-198); Wolf-Dieter Ring: Die Aufbauarbeit der DLM in den neuen Ländern (199-209); Katja Timm: Der Kampf ums Goldene Kalb - Die Abwicklung des DDR-Rundfunks in Mecklenburg-Vorpommern (211-224). Dokumente.
Silke Becker (Be)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.333 | 2.315
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Roland Tichy (Hrsg.): Deutschland einig Rundfunkland? München: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/12587-deutschland-einig-rundfunkland_15046, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 15046
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
CC-BY-NC-SA