/ 12.06.2013
Peter Mayo
Politische Bildung bei Antonio Gramsci und Paulo Freire. Perspektiven einer veränderten Praxis. Aus dem Englischen übertragen und bearbeitet von Uwe Hirschfeld unter Mitarbeit von Lisa Seibert, Florian Sichling und Mathias Wagner
Berlin: Argument 2006 (Argument Sonderband Neue Folge 280); 224 S.; brosch., 16,90 €; ISBN 978-3-88619-280-9„Ich möchte eine Theorie der Erwachsenenbildung entwerfen“, schreibt der maltesische Erziehungswissenschaftler Mayo, „die verändernd in die gesellschaftliche Praxis eingreift, die also die politische Natur jeden pädagogischen Handelns erkennt.“ (33) Ein lebenslanges politisches Lernen solle nicht der Qualifikation für den globalisierten Arbeitsmarkt dienen, sondern der Persönlichkeitsbildung mit dem weiteren Ziel, Macht- und Herrschaftsstrukturen zu demokratisieren. Mayo ...
Peter Mayo
Politische Bildung bei Antonio Gramsci und Paulo Freire. Perspektiven einer veränderten Praxis. Aus dem Englischen übertragen und bearbeitet von Uwe Hirschfeld unter Mitarbeit von Lisa Seibert, Florian Sichling und Mathias Wagner
Berlin: Argument 2006 (Argument Sonderband Neue Folge 280); 224 S.; brosch., 16,90 €; ISBN 978-3-88619-280-9„Ich möchte eine Theorie der Erwachsenenbildung entwerfen“, schreibt der maltesische Erziehungswissenschaftler Mayo, „die verändernd in die gesellschaftliche Praxis eingreift, die also die politische Natur jeden pädagogischen Handelns erkennt.“ (33) Ein lebenslanges politisches Lernen solle nicht der Qualifikation für den globalisierten Arbeitsmarkt dienen, sondern der Persönlichkeitsbildung mit dem weiteren Ziel, Macht- und Herrschaftsstrukturen zu demokratisieren. Mayo entwickelt sein Konzept, indem er in einem ersten Schritt die Ideen Gramscis, die für das Thema Bildung relevant sind, aktuell deutet. Dann stellt er die Gedanken des brasilianischen Pädagogen und Politiker Freires (1921-1997) vor, der seine „Pädagogik der Unterdrückten“ selbst maßgeblich von Gramsci beeinflusst sah. Mayo vergleicht beide Konzepte und versucht abschließend eine Synthese, wobei er weitere feministische und antirassistische Ansätze sowie Schriften aus den Bereichen der kritischen Pädagogik und der Cultural Studies berücksichtigt. Hervorzuheben ist, dass Mayo Gramsci und Freire nicht als losgelöste Theoretiker behandelt, sondern deren Ideen in ihren historischen und politischen Entstehungszusammenhang darstellt. Auch nennt er verschiedene praxisbezogene Beispiele von Erwachsenenbildung, die der Befähigung zur politischen und gesellschaftlichen Teilhabe dienten.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 5.42 | 5.46 | 2.23
Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Peter Mayo: Politische Bildung bei Antonio Gramsci und Paulo Freire. Berlin: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/13958-politische-bildung-bei-antonio-gramsci-und-paulo-freire_16729, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 16729
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