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Thema: Das Pariser Klimaschutzabkommen

Der Klimaschutz – die große globale Aufgabe
Das Pariser Klimaschutzabkommen im Spiegel von Wissenschaft und Politikberatung

Eisbaer 114448 neuIst das Pariser Klimaschutzabkommen der erhoffte historische Meilenstein auf dem Weg hin zu einer aktiven Klimaschutzpolitik? In den Beiträgen zu diesem Thema wird sich dieser Frage aus verschiedenen Perspektiven genähert. So liegen verschiedene Stellungnahmen von politischen und wissenschaftlichen Stiftungen vor, in denen das Klimaschutzabkommen analysiert wird. Dabei zeigen sich, je nach politischer Verortung, ganz unterschiedliche Wahrnehmungen: Während in Papieren der Friedrich-Ebert-Stiftung gemeint wird, dass „wir das Klimaabkommen von Paris feiern sollten“, hält die Konrad-Adenauer-Stiftung das Abkommen nüchtern für einen bedeutenden evolutionären, aufgrund der fehlenden Verbindlichkeit und Sanktionsmechanismen jedoch nicht revolutionären Schritt. Die Heinrich-Böll-Stiftung erkennt in den Abkommen dagegen nur ein „System völlig freiwilliger Versprechungen“, das wenig Anlass zum Feiern gebe, die Rosa-Luxemburg-Stiftung sieht überhaupt keinen Anlass für Euphorie. Eine eher desillusionierte Haltung hat aufgrund der bisherigen Erfahrungen auch John Vogler eingenommen. In seinem Buch „Climate Change in World Politics“ betont er gleichwohl die Bedeutung der Nationalstaaten im Kampf gegen die Erderwärmung. In zwei weiteren Publikationen definieren sowohl Cristina Besio und Gaetano Romano als auch Thorsten Hippe das Vorgehen gegen den Klimawandel als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die keinen Aufschub duldet.
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Rezension

Ungleichheit
Was wir dagegen tun können

UngleichheitDer britische Wirtschaftsforscher Anthony B. Atkinson beschäftigt sich in seiner Monografie mit der globalen wirtschaftlichen Ungleichheit. In einer Retrospektive zeigt er zunächst, dass die wirtschaftliche Ungleichheit, vor allem in den westlichen Ländern in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, bereits deutlich verringert werden konnte. Der Grund dafür waren die zwei Weltkriege, in denen hohe Vermögenswerte vernichtet wurden. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges begannen sich die westlichen Staaten zunehmend für das Wohlergehen ihrer Bürger zu interessieren.

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Thema: Islamistische Radikalisierung in der westlichen Welt

Die Motive der Täter
Peter R. Neumann und Farhad Khosrokhavar analysieren die Hintergründe

SpielzeugDie Radikalisierungsforschung hat seit den Anschlägen von 9/11 enorme Fortschritte erzielt, wie sich in den Beiträgen des Themas Islamistische Radikalisierung in der westlichen Welt zeigt. Insbesondere hinsichtlich des islamistischen Terrorismus lagen lange nur wenige Erkenntnisse zu Täter-Biografien vor – aus quantitativen Gründen, aber auch weil es scheinbar kaum Gemeinsamkeiten zu geben schien. Inzwischen sind zentrale Radikalisierungsmechanismen und auch Wandlungsprozesse so gut erforscht, dass sich eine darauf aufbauende Deradikalisierungsforschung und -praxis insbesondere in Europa und den USA etabliert. Die Politik hinkt demgegenüber noch etwas hinterher. Publikationen wie beispielsweise „Die neuen Dschihadisten“ von Peter R. Neumann und „Radikalisierung“ von Farhad Khosrokhavar erreichen breite Leserkreise und könnten hier bewusstseinsschärfend wirken. Der deutsche Politikwissenschaftler Neumann zählt zu den weltweit bekannten Terror-Experten, der französisch-iranische Soziologe Khosrokhavar prägt neben Olivier Roy und Gilles Kepel den Diskurs in Frankreich. Beide erforschen auf unterschiedliche Weise die Radikalisierung junger europäischer Dschihadisten, ihre Bücher legen entsprechend andere Schwerpunkte und ergänzen sich hervorragend.
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Rezension

Chinesische Politik
Nationale und globale Dimensionen

Nele Noesselt nimmt in ihrem neuen Buch die nationale und internationale Dimensionen verschiedener Policies in den Blick, wobei im Hintergrund die staatstheoretischen Konzepte der mehrtausendjährigen Reichsgeschichte stehen. Als ein besonderer Begriff erweist sich in ihrer Analyse der der „hybriden Identitäten“, mit dem sie die spezifisch Verschmelzung konfuzianistischer Regierungsdevisen mit der maoistischen Ideologie beschreibt. zur Rezension

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Die Annotierte Bibliografie

Über diese Suche wird der Zugang zur Annotierten Bibliografie der Politikwissenschaft eröffnet, zu finden sind über 40.000 Kurzrezensionen aus dem Zeitraum von 1996 bis 2016. Die erweitere Suche bietet die Möglichkeit, für die eigene Forschungstätigkeit gezielt zu bibliografieren. Zu ausgewählten Themen sind zudem Auswahlbibliografien einzusehen.

Wissenschaft trifft Praxis

Wer wird aufgestellt?
Blick auf die Bundestagswahl

Wer wählt die Kandidaten, die für die Parteien zur nächsten Bundestagswahl antreten – und warum? Mithilfe von quantitativen und qualitativen Methoden der empirischen Politikforschung geht das Hallenser Institut für Parlamentarismusforschung (IParl) dieser Frage nach. Das neu gegründete IParl ist – wie das Portal für Politikwissenschaft – eine Einrichtung der Stiftung Wissenschaft & Demokratie. Geleitet wird es von Prof. Dr. Suzanne S. Schüttemeyer.

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