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/ 18.06.2013
Roland Baader

totgedacht. Warum Intellektuelle unsere Welt zerstören

Gräfelfing: Resch Verlag 2002; 280 S.; geb., 22,80 €; ISBN 3-935197-26-8
Warum agieren viele Intellektuelle als Verfechter kollektivistischer Ideologien wie Sozialismus, Kommunismus oder Nationalsozialismus? Baader versucht zu ergründen, warum diese in seinen Augen destruktiven Ideologien, Kopfgeburten von Intellektuellen sind. Der Verfasser unterstellt den Ideengebern antiliberaler und antikapitalistischer Strömungen eine bewusste und gezielte Verzerrung ökonomischer, politischer und sozialer Tatsachen: "[...D]ie Intellektuellen der westlichen Welt [sind ...] nicht nur ihrer selbstgewählten Aufklärungspflicht fast ein Jahrhundert lang nicht nachgekommen, sondern [haben] die Wahrheit sogar absichtlich verschwiegen und verfälscht - und damit der Jahrhundertlüge vom edlen Sozialismus und vom unmoralischen Kapitalismus zum Sieg verholfen" (32). Als klassisch-liberaler Nationalökonom tritt der Autor für einen vollkommen deregulierten Liberalismus und Individualismus ein. Die Analysen basieren auf der Gleichsetzung der Begriffe von Freiheit und Kapitalismus. Die Ursache für die Popularität kollektivistischer Ideologien unter Intellektuellen ist nach Ansicht des Autors vor allem in deplazierter Emotionalität und Ignoranz gegenüber ökonomischen Gesetzmäßigkeiten zu finden.
Sven Wagener (SWA)
Dipl.-Politologe, M. E. S.
Rubrizierung: 2.252.22 Empfohlene Zitierweise: Sven Wagener, Rezension zu: Roland Baader: totgedacht. Gräfelfing: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17472-totgedacht_20120, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 20120 Rezension drucken
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