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/ 04.06.2013
Carl Deichmann

Mehrdimensionale Institutionenkunde in der politischen Bildung

Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag 1996 (Kleine Reihe 13); 47 S.; 14,80 DM; ISBN 3-87920-519-1
Deichmanns Anliegen ist es, bei der Behandlung von politischen und sozialen Institutionen im Unterricht die Distanz zwischen der Alltagswelt der Schüler und Schülerinnen und dem Lerninhalt zu reduzieren, um so Wissen über Institutionen besser vermitteln zu können. Hierzu entwickelte der Autor ein Konzept, welches er "mehrdimensionale Institutionenkunde" nennt. Hierunter ist zu verstehen, daß politische Bildung bei den Kenntnissen und der Interessenlage der Jugendlichen ansetzt und versucht, "die emotionale und kognitive Distanz zwischen Alltagswelt und Politik zu überwinden" (33). Dies geschieht, indem politische Institutionen problemorientiert behandelt werden. Danach steht bei der Vermittlung von Wissen über Institutionen der politische Prozeß im Vordergrund, der etwa durch Planspiele aufgearbeitet werden kann. Schüler und Schülerinnen können - vermittelt über den politischen Prozeß - die Struktur, Verfassung und den Zweck von Institutionen (polity) sowie den Einfluß der polity auf den politischen Prozeß und auf die Ergebnisse der Politikgestaltung erlernen. Der Autor gibt in einer sehr wissenschaftlichen Sprache auch Beispiele, wie die Umsetzung des Konzepts didaktisch und methodisch im Unterricht erfolgen kann.
Martina Böhner (Bö)
Dr.
Rubrizierung: 2.35 Empfohlene Zitierweise: Martina Böhner, Rezension zu: Carl Deichmann: Mehrdimensionale Institutionenkunde in der politischen Bildung Schwalbach/Ts.: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/3612-mehrdimensionale-institutionenkunde-in-der-politischen-bildung_4818, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 4818 Rezension drucken
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