/ 21.06.2013
Christian Pestalozza
Die echte Verfassungsbeschwerde
Berlin: De Gruyter Recht 2007 (Schriftenreihe der Juristischen Gesellschaft zu Berlin 181); 39 S.; pb., 18,95 €; ISBN 978-3-89949-398-6In seinem Vortrag, gehalten vor der Juristischen Gesellschaft zu Berlin im Oktober 2006, nimmt Pestalozza die Verfassungsbeschwerde kritisch unter die Lupe. Er kommt zu dem Schluss, dass die Grundrechte zentraler Maßstab der Verfassungsbeschwerde sind und juristische Personen sich nach Art. 19 GG als Beschwerdeführer qualifizieren können. Die Skepsis des Autors gegenüber der Verfassungsbeschwerde kristallisiert sich vor allem in seinem Vorschlag für „Die große Reform“ (35) heraus. Wenn man die Verfassungsbeschwerde nicht abschaffen könne, so sei doch zumindest das Prinzip der Subsidiarität anzuwenden und der Entscheidungskompetenz der Fachgerichte zu vertrauen. Zudem stoße das Bundesverfassungsgericht bei der Vielzahl an Verfassungsbeschwerden an seine Kapazitätsgrenzen und treffe nur sehr langsam Entscheidungen. Abgesehen von weiteren Kritikpunkten und Verbesserungsvorschlägen plädiert der Autor deshalb für eine „experimentelle Aussetzung auf Zeit“ (37).
Jost Wübbeke (JW)
Student, Lehrstuhl für Internationale Politik, Ruhr-Universität Bochum.
Rubrizierung: 2.32
Empfohlene Zitierweise: Jost Wübbeke, Rezension zu: Christian Pestalozza: Die echte Verfassungsbeschwerde Berlin: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/27989-die-echte-verfassungsbeschwerde_32895, veröffentlicht am 02.04.2008.
Buch-Nr.: 32895
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Student, Lehrstuhl für Internationale Politik, Ruhr-Universität Bochum.
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