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/ 22.06.2013

Vertrauenserosion

Siegfried F. Franke

Vertrauenserosion. Eine Gefahr für Politik, Gesellschaft und Wirtschaft

Marburg: Metropolis-Verlag 2011; 135 S.; 19,80 €; ISBN 978-3-89518-819-0
Diejenigen, die mit Person und Profession des Autors dieses kurzen Bandes vertraut sind, wissen, dass die im Untertitel ausgemachte „Gefahr für Politik, Gesellschaft und Wirtschaft“ aus der Perspektive der Ökonomie betrachtet wird. Der Emeritus für Volkswirtschaft und Recht an der Universität Stuttgart macht seiner wissenschaftlichen Ausrichtung alle Ehre, indem er die Problematik des Vertrauensverlustes vorwiegend für die Volkswirtschaft untersucht und dazu sein Wissen um das Recht ...
Siegfried F. Franke

Vertrauenserosion. Eine Gefahr für Politik, Gesellschaft und Wirtschaft

Marburg: Metropolis-Verlag 2011; 135 S.; 19,80 €; ISBN 978-3-89518-819-0
Diejenigen, die mit Person und Profession des Autors dieses kurzen Bandes vertraut sind, wissen, dass die im Untertitel ausgemachte „Gefahr für Politik, Gesellschaft und Wirtschaft“ aus der Perspektive der Ökonomie betrachtet wird. Der Emeritus für Volkswirtschaft und Recht an der Universität Stuttgart macht seiner wissenschaftlichen Ausrichtung alle Ehre, indem er die Problematik des Vertrauensverlustes vorwiegend für die Volkswirtschaft untersucht und dazu sein Wissen um das Recht in Deutschland wie in anderen Staaten erklärend heranzieht. Der Band besteht aus vier inhaltlich verbundenen Teilen, in deren erstem der Begriff des Vertrauens auf der Basis des Institutionenvertrauens begründet wird. Dieses stehe, so Franke, auf der Grundlage formeller und informeller Normen, insbesondere solchen des Rechts und des allgemeinen Usus’. Sie dürfen nicht verletzt werden, will man – und da merkt man den Ökonomen – wirtschaftlichen Wohlstand nicht verlieren. Diese Quintessenz leitet dann über zum zweiten Teil, in dem es konkret um den Vertrauensverlust vor allem der Märkte zueinander und gegenüber der Politik in Zeiten der Finanzkrise geht. Es schließen sich zwei „Anhänge“ an, deren erster gute zwanzig Seiten umfasst. Er beruht auf der Abschiedsvorlesung Frankes und ist vorwiegend anekdotisch-biografisch geprägt. Der zweite Anhang schließlich versucht eine Art von Zusammenfassung und ist der einzige Teil, der auch für Politikwissenschaftler interessant sein könnte, jedoch mit lediglich sechs Seiten recht knapp geraten ist. Insgesamt handelt es sich also um eine informative, für Politologen allerdings wenig ergiebige Lektüre über die Finanzkrise und ihre möglichen Ursachen aus ökonomischer Sicht.
Sven Leunig (SVL)
Dr., Politologe, Akademischer Rat, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena (www.svenleunig.de).
Rubrizierung: 2.232.22.21 Empfohlene Zitierweise: Sven Leunig, Rezension zu: Siegfried F. Franke: Vertrauenserosion. Marburg: 2011, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/33352-vertrauenserosion_39894, veröffentlicht am 06.10.2011. Buch-Nr.: 39894 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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