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/ 03.06.2013
Otto Schlecht / Ulrich van Suntum (Hrsg.)

30 Jahre Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

Krefeld: Sinus 1995 (Standpunkte); 128 S.; pb., 18,80 DM; ISBN 3-88289-405-9
Der Band geht auf ein Symposium zurück, das 1994 von der Ludwig-Erhard-Stiftung und dem Institut für Wirtschaftspolitik und Konjunkturforschung der Universität Witten/Herdecke durchgeführt wurde. Ehemalige Ratsmitglieder, Wissenschaftler, Vertreter aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Behörden sowie Fachjournalisten ziehen Resümee, nehmen Stellung zum wissenschaftlichen Umfeld der "Fünf Weisen" und zur Einflußnahme auf die öffentliche Meinung. Die Stellungnahmen münden teilweise in Verbesserungsvorschläge, die sich z. B. auf die Arbeitsweise (Lehari, Albrecht) oder die gesetzlich vorgegebenen Zielvorgaben (Hickel, Schneider) des Rates beziehen. Inhalt: I. Möglichkeiten und Grenzen wissenschaftlicher Politikberatung: Johann Eekhoff: Erwartungen der Wirtschaftspolitik (12-18); Otto Schlecht: An der Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher Beratung und politischer Umsetzung (19-22); Herbert Giersch: Aus der Anfangszeit des Rates (23-27); Kurt Schmidt: Wissenschaft im Bannkreis der Politik (28-30); Hans-Jürgen Krupp: Schwierigkeiten neutraler Begutachtung (31-34); Bernhard Filusch: Durchsetzbarkeit von wissenschaftlichen Empfehlungen (35-37). II. Der Sachverständigenrat im Umfeld wissenschaftlicher Beratung: Lutz Hoffmann: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (40-43); Hans-Jürgen Schmahl: HWWA-Institut für Wirtschaftsforschung (43-45); Gernot Nerb: ifo Institut für Wirtschaftsforschung (46-48); Manfred Wegner: Institut für Wirtschaftsforschung Halle (49-55); Ullrich Heilemann: Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung (55-59); Norbert Kloten: Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesministerium für Wirtschaft (60-62); Manfred Lennings: Institut der deutschen Wirtschaft (63-65); Werner Meißner / Arne Heise: Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut des DGB (WSI) (65-68); Ulrich van Suntum: Der Rat im Wettbewerb mit anderen Beratungsgremien (69 f.). III. Einflußnahme auf die öffentliche Meinung: Kurt Schmidt: Schwierigkeiten einer leserfreundlichen Gestaltung wissenschaftlicher Gutachten (74-76); Ernst-Moritz Lipp: Plädoyer für klare Botschaften und bessere Außenwirkung (77-81); Günter Albrecht: Prüfsteine für deutsche Wirtschaftspolitik im Ausland (82-84); Elga Lehari: Die Medien als Mittler (85 f.); Martin Lambert: Echo der Printmedien auf das Jahresgutachten 1993/94 (87-95). IV. Überlegungen zur Verbesserung der Arbeit des Sachverständigenrates: Hans K. Schneider: Stimmt die gesetzliche Zielvorgabe des Rates noch? (98-102); Horst Friedrich Wünsche: Es fehlt ein Rat, der im Sinne von Ludwig Erhard wirkt (103-107); Rudolf Hickel: Das Gesetz von 1963 ist antiquiert (108-113); Hartmut Görgens: Die Gutachten aus Gewerkschaftssicht (114-117); Kurt Schmidt: Hauptamtliche Sachverständige? (118 f.); Ulrich van Suntum: Sachverstand ist Wissen plus Erfahrung (120 f.). Resümee: Otto Schlecht: Der Sachverständigenrat - Erfahrungen und Lehren nach 30 Jahren (122-125).
Stefan Lembke (SL)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.3242.342 Empfohlene Zitierweise: Stefan Lembke, Rezension zu: Otto Schlecht / Ulrich van Suntum (Hrsg.): 30 Jahre Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Krefeld: 1995, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/1189-30-jahre-sachverstaendigenrat-zur-begutachtung-der-gesamtwirtschaftlichen-entwicklung_1250, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 1250 Rezension drucken
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