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/ 17.06.2013
Ingo Pies

Ordnungspolitik in der Demokratie. Ein ökonomischer Ansatz diskursiver Politikberatung

Tübingen: Mohr Siebeck 2000 (Die Einheit der Gesellschaftswissenschaften 116); XII, 367 S.; Ln., 65,45 €; ISBN 3-16-147507-0
Habilitationsschrift Münster. - Die ökonomische Theorie ist - so der Autor - von einer doppelten Des-Integration betroffen: Der Trennung von positiver und normativer Forschung innerhalb der Ökonomie einerseits sowie der thematischen Trennung von Wirtschaftspolitik und Sozialpolitik andererseits. Doch beides hänge eng miteinander zusammen, wie es sich derzeit sehr deutlich in der wechselseitigen Verklammerung der Folgeprobleme von Arbeitslosigkeit und der Krise des Sozialstaats zeige, auf die seitens der Ökonomie jedoch nicht selten mit normativen Appellen reagiert werde. Um diese Probleme lösen zu können, bedürfe es einer wissenschaftlichen Standards genügenden doppelten Re-Integration der beiden genannten Bereiche, deren Konzeption der Autor entwickelt. Ansatzpunkt seiner Überlegungen sind die Arbeiten von Eucken und von Hayek. Inhaltsübersicht: 1. Zur Aktualisierung der ordnungspolitischen Konzeption: Ein ökonomischer Ansatz diskursiver Politikberatung; 2. Ordnungspolitische Aufklärung: Vom Leitbild 'sozialer Marktwirtschaft' zur Argumentationsgrammatik einer 'Sozialpolitik für den Markt'; 3. Ordnungspolitische Steuerung: Sozialpolitik für den Arbeitsmarkt; 4. Ordnungspolitik in der Demokratie: Zur Konzeption wissenschaftlicher Politikberatung.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.262 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Ingo Pies: Ordnungspolitik in der Demokratie. Tübingen: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/15137-ordnungspolitik-in-der-demokratie_17197, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 17197 Rezension drucken
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