/ 05.06.2013
Verein der Freiburger Wirtschaftswissenschaftler (Hrsg.)
Offen für Reformen? Institutionelle Voraussetzungen für gesellschaftlichen Wandel im modernen Wohlfahrtsstaat. 2. Freiburger Wirtschaftssymposium
Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 1998; 323 S.; brosch., 98,- DM; ISBN 3-7890-5604-9Die Zusammenstellung der Beiträge und Festvorträge bringt zum Ausdruck, daß in Deutschland Reformdefizite die ökonomischen und sozialen Systeme in eine Krise führen werden, wenn nicht institutionelle Voraussetzungen geschaffen werden, die den gesellschaftlichen Wandel ermöglichen. Der Band eröffnet ein Diskussionsforum, in dem neben grundsätzlichen Fragen der ordnungspolitischen Orientierung in einzelnen Arbeitskreisen konkrete Bereiche untersucht und ganz praktische Überlegungen zum institutionellen Umbau angestellt werden. Im Zuge dieser Erörterungen wird ein klares Plädoyer für die Globalisierung gehalten, indem herausgestellt wird, daß sie zwar Anlaß zum Gewahrwerden, aber nicht Ursache derzeitiger Probleme ist und letztendlich als unvermeidbare auch die beste Option darstellt. Inhalt: 1. Festvorträge: Karl Epple: Baden-Württemberg im weltweiten Wettbewerb - Die Rolle eines Bundeslandes im notwendigen Reformprozeß (15-26); Charles B. Blankart: Politische Ökonomie der Rentenreform (27-43); Guido Westerwelle: Reformen für Deutschland (45-61). 2. Arbeitskreisreferate: Arbeitskreis 1: Zwischen Selbstverantwortung und Solidarität. Zur Legitimation des Sozialstaates: Franz Haslinger: Reformbedarf, Reformstau und die Konstitutionelle Ökonomik (65-75); Guy Kirsch: Verantwortung und Solidarität ... wenn sich Ordnung nicht mehr von selbst versteht (77-97); Viktor J. Vanberg: Konstitutionelle Ökonomik, Ethik und Ordnungspolitik (99-119). Arbeitskreis 2: Reformdruck von außen: Der moderne Wohlfahrtsstaat im globalen Wettbewerb: Norbert Berthold: Globalisierung - Totengräber des Sozialstaates oder Jungbrunnen? (121-138). Arbeitskreis 3: Politikberater als Mahner und Propheten? Zur Rolle der wirtschaftspolitischen Beratung in der Demokratie: Ullrich Heilemann: Politikberater als Mahner und Propheten? Zur Rolle der wirtschaftspolitischen Beratung in der Demokratie (139-159); Gebhard Kirchgässner: Zur Politischen Ökonomie der wirtschaftspolitischen Beratung (161-183); Jürgen Wasem: Institutionalisierte Politikberatung am Beispiel der Gesundheits- und Krankenversicherungspolitik (185-198). Arbeitskreis 4: Back to the Roots: Zurück zur sozialen Grundsicherung? Zur Reformfähigkeit staatlicher Sozialpolitik: Sigrun Löwisch: Back to the Roots: Zurück zur sozialen Grundsicherung? (199-209); Eckhard Kreßel: Zurück zur sozialen Grundsicherung? (211-223); Peter Oberender / Andrea Fibelkorn-Bechert: Die Zukunft der sozialen Marktwirtschaft - Zur Notwendigkeit des Umbaus des Systems der sozialen Sicherung in Deutschland (225-242). Arbeitskreis 5: Sind die Industriestaaten noch zu retten? Ordnungspolitische Reformen im Ländervergleich: Andreas Knorr: Erfolge und Mißerfolge des neuseeländischen Reformexperiments (243-270). Arbeitskreis 6: Anreizkompatibilität und Stabilität von Institutionen. Erfahrungen aus dem Regulierungs- und Versicherungswesen: Axel Börsch-Supan: Anreizprobleme in der Renten- und Krankenversicherung (271-290); Giacomo Corneo: Anreiztheorie zur Regulierung natürlicher Monopole (291-310).
Dirk Märten (DM)
Rubrizierung: 2.342
Empfohlene Zitierweise: Dirk Märten, Rezension zu: Verein der Freiburger Wirtschaftswissenschaftler (Hrsg.): Offen für Reformen? Baden-Baden: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/7546-offen-fuer-reformen_10045, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 10045
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