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/ 17.06.2013
Michael Pittwald

Ernst Niekisch. Völkischer Sozialismus, nationale Revolution, deutsches Endimperium

Köln: PapyRossa Verlag 2002 (PapyRossa Hochschulschriften 37); 355 S.; brosch., 20,50 €; ISBN 3-89438-231-7
Sozialwiss. Diss. Osnabrück; Gutachter: M. Bennhold. - Niekisch (1889-1967) war eine widersprüchliche Person: einerseits war er zeitweilig SPD-Mitglied sowie in zahlreichen der Arbeiterbewegung nahestehenden Organisationen politisch tätig und wurde in der DDR mit Anerkennungen und Auszeichnungen bedacht; andererseits vertrat er extreme faschistische und nationalistische Positionen, kritisierte Hitler als zu gemäßigt und gilt als einer der ideologischen Vordenker der Neuen Rechten. Die Arbeit untersucht - teilweise anhand von bislang nicht publizierten Quellen - die Karriere Niekischs sowie die Entwicklung seines politischen Denkens und analysiert ausführlich seine ideologische Konzeption. Sie will zugleich einen Beitrag leisten zur ideengeschichtlichen Analyse des Verhältnisses von Arbeiterbewegung und völkischem Denken; dazu zieht der Autor außerdem die Arbeiten von Lassalle und Fichte heran. Vorangestellt wurde ein Überblick über die Rezeptionsgeschichte von Niekischs Publikationen. Inhaltsübersicht: I. Rezeptionsgeschichte; II. Politische Entwicklung eines Nationalrevolutionärs; III. Die Widerstandsideologie: Grundlagen, Ziele, Feindbilder; IV. Ferdinand Lassalle: Nationaler Revolutionär und Sozialist; V. Johann Gottlieb Fichte: Rationaler Idealist und völkischer Denker.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.352.232.372.25 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Michael Pittwald: Ernst Niekisch. Köln: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/15888-ernst-niekisch_18161, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 18161 Rezension drucken
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