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/ 05.06.2013
Angelika Holterman

Das geteilte Leben. Journalistenbiographien und Medienstrukturen zu DDR-Zeiten und danach

Opladen: Leske + Budrich 1999; 304 S.; kart., 54,- DM; ISBN 3-8100-2309-4
Diss. München; Erstgutachter: H. Keupp. – Holterman geht im Gegensatz zur Wiedervereinigungsvorstellung davon aus, daß sich 1990 zwei sehr verschiedene Staaten "mit einer unterschiedlich geprägten Population" zur Vereinigung entschlossen haben (7 f.). Demzufolge stellt sie das "geteilte Leben" der von ihr Befragten in den Mittelpunkt ihres Interesses: einerseits die Phase in der DDR-Zeit, andererseits die im vereinigten Deutschland. Die Arbeit setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Die Autorin beschreibt im ersten Part Politik und Medien zu DDR-, zu Vorwende-, Wende- sowie Vereinigungszeiten und setzt sich in dem mit "Die Subjekte" betitelten zweiten Teil mit sieben Einzelschicksalen von Journalistinnen und Journalisten auseinander. Ausgehend von den Analysen der Biographien entwickelt sie anschließend eine Typologie des Erlebens der Umbrüche von DDR-Zeit über Wende und Vereinigung, indem Holterman folgende fünf Idealtpyen bildet: Idealtyp "'Widerspruch im Subjekt' – Subjekt im Widerspruch, Idealtyp "Parteisoldat/in aus Überzeugung", Idealtyp "Macher/in jenseits der Parteikader" (Roter Teppich), Idealtyp "Leben im Opferstatus" (Diaspora), Idealtyp "Arbeit = Sozialismus = Selbstwert" ("Wieviel Arbeit hat dieses Land...") (284 ff.).
Sabine Steppat (Ste)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.3132.333 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Angelika Holterman: Das geteilte Leben. Opladen: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8432-das-geteilte-leben_11119, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 11119 Rezension drucken
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