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/ 18.06.2013
Michael Heidinger

Arbeitsmarktpolitik bei marktkonformer Arbeitsvermittlung. Ein Reformvorschlag aus konstitutionenökonomischer Perspektive

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2002 (Europäische Hochschulschriften: Reihe V, Volks- und Betriebswirtschaft 2923); 265 S.; brosch., 40,40 €; ISBN 3-631-38921-3
Wirtschaftswiss. Diss. Bochum; Gutachter: K.-H. Hartwig, V. Nienhaus. - Zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit identifiziert der Verfasser zwei grundlegende Konzepte: einerseits eine mehr oder weniger weit reichende staatliche arbeitsmarktpolitische Intervention, deren zentrales Instrument das Arbeitsvermittlungsmonopol des Staates sei, andererseits die Forderung nach Deregulierung und damit verbunden nach vollständig privatisierter Arbeitsvermittlung, von der man sich eine höhere Effizienz erhoffe. Zur Auflösung dieser nach Auffassung des Autors zunächst unüberwindbar gegensätzlichen Positionen will er zeigen, dass die politischen Ziele einer staatlichen Arbeitsmarktpolitik durch den Einsatz eines Gutscheinsystems und einer privat organisierten Arbeitsvermittlung effektiver und besser erreicht werden können als ohne sie. Dabei geht der Autor aber nicht darauf ein, dass private Arbeitsvermittler inzwischen zugelassen sind. Basis der Arbeit ist der konstitutionenökonomische Ansatz, der darauf abzielt, nur solche Vorschläge zu entwickeln, die allen beteiligten Parteien Kooperationsgewinne ermöglichen und darüber die Zustimmung der Akteure finden. Inhaltsübersicht: B. Der konstitutionenökonomische Ansatz in der Politikberatung: I. Vertragstheoretischer Ansatz; II. Theorie der Sozialpolitik in dualistischer und konstitutionenökonomischer Perspektive; III. Ansatz einer konsensuellen Reform der Arbeitsvermittlung. C. Ökonomik der Arbeitsvermittlung: I. Theorie der Arbeitsvermittlung - Arbeitsvermittlung in einem freien Markt; II. Politik der Arbeitsvermittlung - Zur Kontroverse um die öffentliche Arbeitsvermittlung und ihr Monopol. D. Arbeitsmarktpolitik bei privater Arbeitsvermittlung: I. „Klassische" Arbeitsmarktpolitik I: Arbeitsvermittlung; II. „Klassische" Arbeitsmarktpolitik II: Arbeitslosenversicherung; III. „Moderne" Arbeitsmarktpolitik I: Förderung der politischen Weiterbildung; IV. „Moderne" Arbeitsmarktpolitik II: Lohnsubventionen; V. Ein integrativer Ansatz: der „Arbeitslosentender".
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.342 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Michael Heidinger: Arbeitsmarktpolitik bei marktkonformer Arbeitsvermittlung. Frankfurt a. M. u. a.: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/18504-arbeitsmarktpolitik-bei-marktkonformer-arbeitsvermittlung_21442, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 21442 Rezension drucken
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