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/ 18.06.2013
Jürgen Habermas

Zeitdiagnosen. Zwölf Essays. 1980-2001

Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2003 (edition suhrkamp 2439); 264 S.; 9,- €; ISBN 3-518-12439-0
Habermas' intellektuelles Renommee speist sich aus der singulären Verbindung philosophischer und sozialwissenschaftlicher Theoriebildung einerseits und der kritischen Kommentierung des politischen Zeitgeschehens andererseits. Mit einer Auswahl von Essays aus den letzten 20 Jahren zeigt dieser Band den Zeitdiagnostiker Habermas; eine Publikation übrigens, mit der der Verlag zugleich auf die nahezu stilbildende Tradition der im 40. Jahr erscheinenden "edition suhrkamp" hinweisen will. Die Texte selbst sind - mit Ausnahme der Friedenspreisrede von 2001 - alle schon in einschlägigen Veröffentlichungen von Habermas (zumeist den Kleinen politischen Schriften) erschienen. Inhalt: Die Moderne - ein unvollendetes Projekt; Die Krise des Wohlfahrtsstaates und die Erschöpfung utopischer Energien; Heinrich Heine und die Rolle des Intellektuellen in Deutschland; Die Idee der Universität - Lernprozesse; Geschichtsbewußtsein und posttraditionale Identität. Die Westorientierung der Bundesrepublik; Nachholende Revolution und linker Revisionsbedarf. Was heißt Sozialismus heute?; Was Theorien leisten können - und was nicht; Aus der Geschichte lernen?; Konzeptionen der Moderne. Ein Rückblick auf zwei Traditionen; Aus Katastrophen lernen? Ein zeitdiagnostischer Rückblick auf das kurze 20. Jahrhundert; Braucht Europa eine Verfassung?; Glauben und Wissen. Friedenspreisrede 2001.
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 5.42 Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Jürgen Habermas: Zeitdiagnosen. Frankfurt a. M.: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/18942-zeitdiagnosen_21977, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 21977 Rezension drucken
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