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/ 18.06.2013
Birgit Schmidt

Wenn die Partei das Volk entdeckt. Anna Seghers, Bodo Uhse, Ludwig Renn u. a. Ein kritischer Beitrag zur Volksfrontideologie und ihrer Literatur

Münster: Unrast 2002; 329 S.; brosch., 21,- €; ISBN 3-89771-412-4
Warum propagierten DDR-Schriftsteller wie Uhse, Renn und Seghers in ihren Büchern die "Liebe zum deutschen Vaterland und seiner Kulturtradition" (11)? Immerhin waren sie vor den Nationalsozialisten ins Exil geflohen und fühlten sich vor allem der kommunistischen Idee verpflichtet. Die Berliner Literaturhistorikerin Schmidt erklärt das Festhalten dieser Schriftsteller am deutschen Patriotismus und an den bürgerlichen Werten mit der Volksfrontideologie, die 1935 von der KPD im Kampf gegen den Nationalsozialismus ausgerufen und später von der SED fortgesetzt wurde. Man wollte auf diese Weise die Deutschen für die Politik der KPD begeistern. Dieser Versuch sei völlig fehlgeschlagen, so die Autorin, die ihre literaturhistorische Analyse mit der Geschichte der KPD und der politischen Entwicklung in Deutschland seit 1918 verknüpft hat. Inhalt: Von der Weimarer Rechten zur KPD; Deutsche Kommunisten im Spanischen Bürgerkrieg; Die III. Phase: Exil in Übersee - Mexiko als KP-Zentrum; Die Rückkehr; Zur Entwicklung der "deutschen Nationalliteratur".
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.32.3112.314 Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Birgit Schmidt: Wenn die Partei das Volk entdeckt. Münster: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/18262-wenn-die-partei-das-volk-entdeckt_21125, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 21125 Rezension drucken
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