/ 11.06.2013
Erhard Eppler
Was braucht der Mensch? Vision: Politik im Dienst der Grundbedürfnisse
Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2000 (Visionen für das 21. Jahrhundert 11); 205 S.; brosch., 36,- DM; ISBN 3-593-36041-1Der den Hauptteil des Buches einnehmende Aufsatz von Eppler "Was tun wir für unsere Grundbedürfnisse?" spricht sich der Autor für eine Neudefinition der "Grundbedürfnisse" aus, die in den 70er-Jahren in der Diskussion der Entwicklungshilfe schon einmal eine Rolle spielten. Deutlich gegen das "neoliberale Wachstumsdenken" gewandt, plädiert Eppler dafür, dass es Grundbedürfnisse gibt - er nennt das Bedürfnis nach einem Zuhause, nach Bildung, Anerkennung, nach Feiern und Musizieren, nach Zukunft, nach Geschichte, nach Zeit, nach Freiheit, nach Spiel und nach Kunst -, deren Befriedigung durch keine ökonomischen Argumente behindert werden dürfe. Entscheidend für den Lebensstandard in Entwicklungsländern seien nicht allein die Wachstumsrate, "sondern die Grundbedürfnisse, also die Chance für möglichst viele, einigermaßen menschenwürdig zu leben, ihre elementaren Bedürfnisse zu befriedigen" (11). Die kürzeren Aufsätze in der Folge behandeln bis auf den Beitrag von Pauli das Thema Grundbedürfnisse aus der Sichtweise anderer Kulturen als der abendländischen.
Inhalt: Erhard Eppler: Was tun wir für unsere Grundbedürfnisse? (7-117); Sumaya Farhat-Naser: Geborgen im Schatten der Olivenbäume (118-137); Abel Bosum: "Ich bin ein ungewöhnlich reicher Mensch" (138-155); Chungliang Al Huang: Der wahre Reichtum als Lebenstänzer (156-178); Gunter Pauli: Mit weniger mehr machen! (179-197).
Florian Weber (FW)
M. A., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 2.2 | 5.42
Empfohlene Zitierweise: Florian Weber, Rezension zu: Erhard Eppler: Was braucht der Mensch? Frankfurt a. M./New York: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/11904-was-braucht-der-mensch_14204, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 14204
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M. A., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
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