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/ 21.06.2013
Dirk Freudenberg

Theorie des Irregulären. Partisanen, Guerillas und Terroristen im modernen Kleinkrieg

Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2008; 495 S.; brosch., 49,90 €; ISBN 978-3-531-15737-5
Angesichts einer lebhaften wissenschaftlichen Diskussion um neue Kriege und Terrorismus konstatiert der Autor, „dass die Begriffe und Begrifflichkeiten in Unordnung geraten sind.” Deswegen setzt er sich das Ziel „die vielschichtigen und mehrdimensionalen Fragestellungen des heutigen inter- und transnationalen Terrorismus aufzuzeigen und den Begriff des Terrorismus terminologisch von anderen Erscheinungen abzugrenzen.” (24) Später dann ergänzt der Autor, dass er sich auch mit der Auseinandersetzung mit Terrorismus beschäftigen und dies an einem historischen Fall illustrieren möchte. Dieses Vorgehen, erst ein Ziel zu formulieren, um später ein anderes zu benennen, zeigt das Grundproblem dieser Arbeit: Es mangelt ihr an Struktur. Der Autor möchte zuviel. Er will sowohl das Ganze untersuchen als auch seine Teile, er möchte die Erscheinungen untersuchen und ebenso die Reaktionen. Das führt dann dazu, dass die Studie sich in vielerlei Einzelpunkten verliert, ohne dass eine konzise Argumentation oder Perspektive erkennbar wird. Das ist bedauerlich angesichts der enormen Belesenheit des Autors. Zusammenfassend kann man die Studie als unsystematischen Großessay charakterisieren, der durchaus vielerlei anregende und zum Widerspruch einladende Gedanken enthält.
Christoph Busch (CHB)
Dr., Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen.
Rubrizierung: 4.14.41 Empfohlene Zitierweise: Christoph Busch, Rezension zu: Dirk Freudenberg: Theorie des Irregulären. Wiesbaden: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/28973-theorie-des-irregulaeren_34211, veröffentlicht am 24.06.2008. Buch-Nr.: 34211 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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