/ 20.06.2013
Matthias Möhring-Hesse (Hrsg.)
Streit um die Gerechtigkeit. Themen und Kontroversen im gegenwärtigen Gerechtigkeitsdiskurs
Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag 2005 (Reihe Politik und Bildung 39); 206 S.; 18,80 €; ISBN 3-89974211-7Die Forderung nach Gerechtigkeit ist politisch wieder auf der Tagesordnung und kann in Wahlkämpfen – wenn es denn gelingt, den Gegner als an Gerechtigkeitsfragen desinteressiert darzustellen – durchaus Wirkungen zeigen. Allerdings ist der Begriff der Gerechtigkeit selbst weder in der politischen noch in der philosophischen oder politiktheoretischen Debatte einheitlich gefasst. In den neueren Kontroversen sind etwa der Zusammenhang von Gerechtigkeit und Gleichheit und auch die Frage strittig, ob nicht das Konzept der Anerkennung das klassische der Verteilungsgerechtigkeit ablösen sollte. Die Autoren wollen diese Vielfalt der Modelle aufgreifen und systematisieren. Die Beiträge gruppieren sich locker um drei Schwerpunkte. Zunächst geht es – am Beispiel von Chancengleichheit und Gender Mainstreaming – um Neudefinitionen von Gerechtigkeit, danach werden einerseits Verschiebungen in den Gerechtigkeitstheorien mit Blick auf moralische beziehungsweise ethische Ausrichtungen und andererseits neuere gerechtigkeitsrelevante Themen (Nachhaltigkeit, Generationenvertrag, globale Gerechtigkeit) diskutiert.
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 5.42 | 2.23 | 2.27 | 2.35
Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Matthias Möhring-Hesse (Hrsg.): Streit um die Gerechtigkeit. Schwalbach/Ts.: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24594-streit-um-die-gerechtigkeit_28408, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 28408
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Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
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