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/ 04.06.2013
gruppe demontage

Postfordistische Guerilla. Vom Mythos nationaler Befreiung

Münster: Unrast 1998; 280 S.; brosch., 29,80 DM; ISBN 3-928300-77-0
Die Autoren der "gruppe demontage" (hervorgegangen aus dem antinationalen Flügel des westdeutschen KB) fragen in diesem Buch nach den veränderten Perspektiven und den neuen politischen Spielräumen von nationalen Befreiungsbewegungen in den 1990er Jahren. Die Gliederung der Untersuchung ist dreigeteilt: Im ersten Teil werden die weltweiten Veränderungen der politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen der letzten 20 Jahre dargestellt. Der zweite Teil, der Schwerpunkt des Bandes, beschreibt die Reaktionen verschiedener Befreiungsbewegungen auf die veränderte Weltlage. Das Interesse der Autoren gilt dabei ausschließlich den Bewegungen, die sich selbst auch nach dem Ende des RGW noch als "sozialistisch" bezeichnen und deren Selbstverständnis in diesem Sinne sowohl anhand ihrer Programme als auch anhand ihrer politischen Praxis untersucht wird. Behandelt werden die EZLN (Mexiko), die FLN (Algerien), die korsische FLNC, die baskische ETA, die kurdische PKK sowie die IRA (Nordirland). Im dritten Teil folgt schließlich eine kritische Auseinandersetzung mit bundesdeutschen Solidaritätsbewegungen und Unterstützerinitiativen.
Michael Hein (HN)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Arbeitsstelle für graphische Literatur, Universität Hamburg, freier Lektor, Übersetzer, Publizist.
Rubrizierung: 2.252.24.422.652.222.672.612.635.43 Empfohlene Zitierweise: Michael Hein, Rezension zu: gruppe demontage: Postfordistische Guerilla. Münster: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6299-postfordistische-guerilla_8561, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 8561 Rezension drucken
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