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/ 05.06.2013
Hermann Lübbe

Hintergrundphilosophie. Über deutsche Denk- und Merkwürdigkeiten

Osnabrück: Fromm 1997; 169 S.; 22,- DM; ISBN 3-7201-5273-1
In dem Buch geht es um die Alltagstauglichkeit und -bedeutung praktischer Philosophie. "Es ist eine Probe auf die Wirklichkeitsnähe akademischer Philosophie, ob sie sich - nämlich in aufklärender Absicht - auf die Urteile und Vorurteile zurückbeziehen lasse, die in unserem politischen und sonstigen Alltag einflußreich sind." (13) Zu dieser Wirklichkeitsnähe will Lübbe den Leser zurückführen. Aus seinem langen Erfahrungsschatz schöpfend bezieht er Stellung zu praktischen Alltagsproblemen der Zeit - zu Arbeits- und Sozialpolitik, Medien und Bildung, zur Erinnerung an den Nationalsozialismus, zum europäischen Integrationsprozeß, zu den Menschenrechten, zum "real existent gewesenen Sozialismus" (168) oder zur Hauptstadtdiskussion. Sein Hauptanliegen besteht darin, scheinbar Selbstverständliches in Frage zu stellen und dadurch zu neuer Erkenntnis über den Alltag zu gelangen. Die einzelnen Essays sind aus Kommentaren in Rundfunk und Zeitungen hervorgegangen. Inhaltsübersicht: Moralische Aufdringlichkeiten. Guter Wille und schwacher Wirklichkeitssinn; Unsicherheiten im nachtotalitären Deutschland; Transformationen der Politik. Deutsche und europäische Perspektiven.
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 5.422.3422.3432.3133.1 Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Hermann Lübbe: Hintergrundphilosophie. Osnabrück: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/7423-hintergrundphilosophie_9884, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 9884 Rezension drucken
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