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/ 11.06.2013
Kyung-Mi Kim

Hilferding und Marx. Geld- und Kredittheorie in Rudolf Hilferdings "Das Finanzkapital" und im Marxschen "Kapital"

Köln: PapyRossa Verlag 1999 (PapyRossa Hochschulschriften 28); 147 S.; 28,- DM; ISBN 3-89438-180-9
Politikwiss. Diss. Marburg; Gutachter: G. Fülberth, F. Deppe. - Im Kernbereich des Buches liegt die Auseinandersetzung mit Hilferdings Werk über Das Finanzkapital (1910), mit der Kim zeigen will, "daß Hilferding die Marxsche Theorie über die allgemeinen Bewegungsgesetze des Kapitals konsequent in der Weise und mit dem Ziel anwendet, um die Dominanz des Geldes und des Geldkapitals zu belegen" (140). Damit habe Hilferding eine schöpferische Weiterentwicklung der Gedanken Marx' für eine besondere Phase des Kapitalismus geliefert. Der Autor führt seinen Nachweis durch einen ausgedehnten Vergleich der entsprechenden Marxschen und Hilferdingschen Analysen, wobei auch andere zeitgenössische und heutige marxistische Autoren berücksichtigt werden. Daß der Autor dabei rein immanent marxistisch argumentiert, wird der Verbreitung seiner Thesen nicht unbedingt förderlich sein. Kim hofft auch eher auf die Zukunft, wenn er in Hilferdings Bemühungen "ein Ebenbild der heutigen Marxisten nach dem Zusammenbruch des realen Sozialismus [sieht]. Die Früchte dieser Bemühungen werden nicht ergebnislos verfaulen, auch wenn sie äußerlich unansehnlich werden sollten, nur weil sie nicht mehr dem Geschmack der Zeit entsprechen. Die Samen, die sie enthalten, werden am Ufer des langen in Mäandern verlaufenden Stroms der Geschichte wieder neue Bäume der Erkenntnis hervorbringen." (7)
Michael Dreyer (MD)
Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 5.335.46 Empfohlene Zitierweise: Michael Dreyer, Rezension zu: Kyung-Mi Kim: Hilferding und Marx. Köln: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10087-hilferding-und-marx_11929, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 11929 Rezension drucken
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