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/ 18.06.2013
Tilmann Holzer

Globalisierte Drogenpolitik. Die protestantische Ethik und die Geschichte des Drogenverbotes

Berlin: VWB - Verlag für Wissenschaft und Bildung 2002 (Studien zur qualitativen Drogenforschung und akzeptierenden Drogenarbeit 35); 167 S.; 17,- €; ISBN 3-86135-245-1
Magisterarbeit Mannheim; Gutachter: B. Kohler-Koch, K. Schönhoven. - Das weltweite Verbot von Drogen ist - so die zentrale These des Autors - weniger durch medizinische Argumente denn durch den Einfluss der protestantischen Ethik begründet, ohne dass er dabei den Einfluss anderer Faktoren, namentlich ökonomischer, zu negieren versucht. Er versucht, den Einfluss dieser Idee in der Geschichte der verschiedenen Opiumkommissionen und -konferenzen sowie bei der Verabschiedung des bis 1971 gültigen Opiumgesetzes (dem Vorläufer des Betäubungsmittelgesetzes) nachzuzeichnen. Die Arbeit bezieht neben staatlichen Akteuren auch NGOs mit in die Untersuchung ein und macht zudem deutlich, dass in dieser Frage sehr früh auf internationaler Ebene verhandelt wurde.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.2632.23 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Tilmann Holzer: Globalisierte Drogenpolitik. Berlin: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17069-globalisierte-drogenpolitik_19621, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 19621 Rezension drucken
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