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/ 18.06.2013
Stefanie Oswalt (Hrsg.)

Die Weltbühne. Zur Tradition und Kontinuität demokratischer Publizistik. Dokumentation der Tagung "Wieder gilt: Der Feind steht rechts!" Hrsg. Im Auftrag der Kurt Tucholsky-Gesellschaft

St. Ingbert: Röhrig Universitätsverlag 2003 (Schriftenreihe der Kurt Tucholsky-Gesellschaft e. V. 1); 225 S.; brosch., 24,- €; ISBN 3-86110-336-2
Ziel der genannten Tagung war es, „nach einer Kontinuität rechter Gewalt in der Gesellschaft zu fragen, sie in Bezug zu Kurt Tucholsky und seinen Zeitgenossen zu setzen und gleichzeitig die aufklärerischen Möglichkeiten der Presse zu untersuchen". Die Beiträge behandeln das Selbstverständnis der links-bürgerliche Zeitschrift Weltbühne und das demokratische Engagement ihrer Autoren sowie die Frage nach der politischen Kontinuität nach ihrer Neugründung in der DDR im Jahr 1946. Die abschließende Podiumsdiskussion mit Vertretern zeitgenössischer kritischer Medien stellt den Bezug zur Gegenwart her und zeigt Parallelen gegenwärtiger Publizistik zur Weltbühne auf. Aus dem Inhalt: Analysen: Harry Pross: Die Weltbühne im Kampf gegen Hitler und gegen Rechts (9-25); Manfred Messerschmidt: Militärkritik in der Weltbühne (27-37); Gerhard Kraiker: Kurt Tucholsky als politischer Publizist der Weltbühne (65-74); Georg Fülberth: Aktivismus, Sozialismus, Pazifismus, Herrschaft der „Geistigen". Kurt Hillers Interventionen in der Weltbühne (75-84); Stefan Neuhaus: Erich Kästner zwischen Literatur und Journalismus. Konzeptionelle Gemeinsamkeiten der Weltbühnen-Beiträge bis 1933 (85-98); Werner Boldt: „Ein runder Tisch wartet." Zu Ossietzkys Aufsatz von 1932 (99-128); Dieter Schiller: Die Weltbühne im Prager Exil (129-141); Fritz Klein: Die Weltbühne in der DDR. Anknüpfung oder Neuanfang? (143-156); Susanna Böhme-Kuby: Die Weltbühne 1946-1949: Die Anwälte der deutschen Einheit (157-168). Diskussion: Kerstin Decker / Mathias Greffrath / Jörn Schütrumpf / Eckart Spoo / Claudia Henne: „Der Feind steht rechts". Perspektiven einer demokratischen Publizistik (169-184). Forschungsberichte: Petra Kabus: Hätte Tucholsky für die DDR-Weltbühne geschrieben? Zur Geschichte einer Zeitschrift zwischen humanistischer Tradition und Parteijournalismus (215-221).
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.311 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Stefanie Oswalt (Hrsg.): Die Weltbühne. St. Ingbert: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19507-die-weltbuehne_22690, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 22690 Rezension drucken
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