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/ 18.06.2013
Konrad Adam

Die deutsche Bildungsmisere. PISA und die Folgen

Berlin/München: Propyläen Verlag 2002; 192 S.; geb., 20,- €; ISBN 3-549-07166-3
Das schlechte Abschneiden Deutschlands in der PISA-Studie, einer internationalen vergleichenden Untersuchung der Basiskompetenzen von Schülern, hat zu einer intensiven bildungspolitischen Debatte geführt. An dieser hat sich Adam, vormaliger FAZ-Redakteur und mittlerweile für die "Welt" tätig, mit zahlreichen Artikeln beteiligt. In diesem Buch setzt er sich ausführlich mit dem deutschen Bildungssystem auseinander, wobei er den Schwerpunkt nicht auf die funktionalen Aspekte von Bildung legt, "sondern [darauf], was Bildung inhaltlich bedeutet oder doch bedeuten kann" (11). Demgemäß beschäftigt er sich mit den Fächern Geschichte, Biologie, Musik und Griechisch. Trotzdem kommt er nicht umhin, auch zu den Bildungs- und Erziehungsinstitutionen von der Universität bis zum Kindergarten sowie der Familie Stellung zu beziehen. Der flott geschriebene Essay stellt dabei viele wichtige Fragen, seine Antworten entsprechen aber im Zweifelsfall eher einer kulturpessimistischen Weltanschauung und lassen etwa beim Thema Ganztagsschule den Bezug zu den sozialen Realitäten in Deutschland vermissen.
Christoph Busch (CHB)
Dr., Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen.
Rubrizierung: 2.343 Empfohlene Zitierweise: Christoph Busch, Rezension zu: Konrad Adam: Die deutsche Bildungsmisere. Berlin/München: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/18389-die-deutsche-bildungsmisere_21292, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 21292 Rezension drucken
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