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/ 20.06.2013
Axel Kuhn

Die deutsche Arbeiterbewegung

Stuttgart: Philipp Reclam jun. 2004 (Reclams Universal-Bibliothek 17042); 367 S.; 8,80 €; ISBN 3-15-017042-7
Dass die historischen Darstellungen zur Arbeiterbewegung seit dem Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus nur noch eine periphere Stellung in der Sozial- und der Geschichtswissenschaft einnehmen, will Kuhn zum Ausgangspunkt für eine Darstellung ohne ideologische Scheuklappen nehmen. Die literarische Fülle zu diesem Thema erklärt, dass dieser Versuch unvollständig bleiben und eine Vielzahl der in der Forschung behandelten Themen ausschließen muss. Kuhn konzentriert sich auf die Darstellung und Analyse der proletarischen Parteien, was auch die Eingrenzung des behandelten Zeitraums von der Gründung des Deutschen Volksvereins bis zum Godesberger Programm erklärt. So hilfreich dieses Vorgehen sein mag, so problematisch ist zweifellos die Begrenzung auf den politisch-institutionellen Teil der Arbeiterbewegung. Kuhn bietet eine informative Einleitung; ihm gelingt es in einem darstellenden, einem analytischen und einem Quellenteil, dem Leser einen soliden Überblick über die Geschichte der Arbeiterparteien zu geben.
Frank Schale (FS)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte, Technische Universität Chemnitz.
Rubrizierung: 2.312.331 Empfohlene Zitierweise: Frank Schale, Rezension zu: Axel Kuhn: Die deutsche Arbeiterbewegung Stuttgart: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23035-die-deutsche-arbeiterbewegung_26350, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 26350 Rezension drucken
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